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Am 21. August hat der erste Versuch des Fortgeschrittenen-Praktikums des Fachbereichs Physik mit dem neuen Kleinen Radioteleskop (KRT3) der Hamburger Sternwarte begonnen. Die Radioantenne des KRT3 hat wie der Vorgänger einen Durchmesser von 3 Metern, jedoch einen deutlich empfindlicheren Empfänger. Das Teleskop ist ein SPIDER 300A-Modell der Firma Primaluce Lab aus Italien. Der Empfänger ist für eine Frequenz von 1420 MHz optimiert, sodass sich die 21cm-Linie des in der Milchstraße allgegenwärtigen neutralen Wasserstoffs messen lässt. Mit Hilfe dieser Linie kann die Rotation der Milchstraße untersucht werden, die Rückschlüsse auf die Existenz von Dunkler Materie zulässt. Auch lassen sich helle Radioquellen wie Radiogalaxien oder Supernovaüberreste damit messen. Die Studierenden Haron Shaker und Abdul-Rahman Rasul haben mit einer Reihe von Testmessungen begonnen, um die korrekte Arbeit von Teleskopsteuerung und Empfangselektronik zu überprüfen. Die Aufnahme der 21cm-Linie in verschiedenen Sichtlinien in der Milchstraßen-Ebene erlaubt ihnen, die Rotationsgeschwindigkeit der Milchstraße in diesen Richtungen zu messen. Anleiter Dr. Volker Heesen: "Das neue Teleskop erlaubt noch besser, sich mit den heutigen Beobachtungstechniken der Radioastronomie vertraut zu machen."
 
 P1000862Bild: A. Rasul, V. Heesen, H. Shaker (v.l.n.r.)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Steuerkonsole des KRT3

 

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