Universität Hamburg Fachbereich 11 Mathematik

NACHRICHTEN
aus dem
Institut für Geschichte der
Naturwissenschaften, Mathematik und Technik

HAMBURG

Nummer 32, 2002

Chronik der Zeit vom April 2001 bis Februar 2002


Inhalt

Die MitarbeiterInnen des IGN

Chronik vom April 2001 bis Februar 2002

Am Institut angefertigte Doktor-, Diplom- und Examensarbeiten

Vorträge der MitarbeiterInnen des IGN

Veröffentlichungen der MitarbeiterInnen des IGN

Vorlesungen und Seminare in den letzten zwei Semestern
SS 2001 und WS 2001/02

Kolloquien und Gastvortäge in den letzten zwei Semestern
SS 2001 und WS 2001/02

Exkursion nach Potsdam am 28. Juni 2001 - Bericht von Bernd Wolfram
Programm der Exkursion nach Potsdam

Impressum

Chronik vom April 2001 bis Februar 2002

Ein so ereignisreiches und erfolgreiches Jahr, wie es das vergangene war, wird so schnell nicht wiederkommen, denn es wurden nicht weniger als 2 Habilitationsverfahren erfolgreich abgeschlossen, 4 Kandidaten und Kandidatinnen promoviert und 2 Diplome vergeben.

Am 25. April 2001 habilitierte sich Herr Günther Oestmann für das Fach Geschichte der Naturwissenschaften mit zwei eingereichten Studien (Uhren und Instrumente der Familie Hager aus Wolfenbüttel und Braunschweig, erschienen Braunschweig 1999, sowie Heinrich Rantzau und die Astrologie: Ein Beitrag zur Kulturgeschichte des 16. Jahrhunderts). Die Arbeit über Heinrich Rantzau wird im Frühjahr 2002 als zweiter Band der gemeinsam vom IGN und dem Braunschweiger Landesmuseum herausgegebenen Reihe Disquisitiones Historiae Scientiarum: Braunschweiger Beiträge zur Wissenschaftsgeschichte erscheinen.
Herr Rüdiger Thiele aus Leipzig hatte den Antrag gestellt, sich mit seiner Arbeit Von der Bernoullischen Brachistochrone zum Kalibrator-Konzept: Untersuchungen zur Geschichte der Feldtheorie bei einfachen Variationsproblemen am Fachbereich Mathematik der Universität Hamburg für das Fach Geschichte der Naturwissenschaften zu habilitieren . Auf der Basis der vier eingegangenen Gutachten beschloß der Ausschuß am 16.11.2001, dem Antrag stattzugeben. Der abschließende Vortrag mit dem Thema Vom Nutzen der Feldtheorie in der Variationsrechnung: Eine historische Betrachtung fand am 22. Januar 2002 statt. Wir gratulieren Herrn Thiele sehr herzlich und freuen uns vor allem auch darüber, daß bereits eine Publikationsmöglichkeit ins Auge gefaßt werden konnte.

Mit seiner Doktorarbeit Der Hamburger Spritzenmeister und Mechaniker Johann Georg Repsold (1770-1830), ein Beispiel für die Feinmechanik im norddeutschen Raum zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde Jürgen Koch promoviert. Herr Koch hatte das Thema schon über viele Jahre hinweg verfolgt; es sei hier nochmals an seine Ausstellung in der SUB erinnert, die vom 16.4. bis zum 30.5.1998 gezeigt wurde (siehe Nachrichtenblatt Nr. 28, S.26f.). Die ausgesprochen gründliche Beschäftigung mit dem Thema sowie Herrn Kochs vielseitige Begabungen waren die Basis für ein ausgezeichnetes Ergebnis. Die Disputation fand am 25.4.2001 statt. Eines von Herrn Kochs Kennzeichen ist, die Dinge sofort in Angriff zu nehmen. Bereits im Juni 2001 lag die umfangreiche, nahezu 400 Seiten umfassende Dissertation gedruckt vor. Das Kochsche Beispiel sucht seinesgleichen und wird sehr zur Nachahmung empfohlen. Die Dissertation ist bei Books on Demand erschienen und kann im Buchhandel, über Herrn Koch oder im Institut bestellt werden.
Am 14.11.2001 fand die Disputation von Kirsten Bork statt, die eine Dissertation unter dem Titel Alexander Tschirch: Eine Studie über das Leben eines wegweisenden Pharmakognosten und seine Auffassung von Pharmakognosie mit besonderer Berücksichtung seines Hauptwerkes (Handbuch der Pharmakognosie) eingereicht hatte.
Frau Barbara Dufner wurde mit ihrer Arbeit Eine wissenschaftliche Biografie über den Astro-Optiker Bernhard Schmidt am 23.11.2001 promoviert. Wir sind sehr stolz darauf, daß Frau Dufners Dissertation in Bälde in der Hamburger historischen Reihe Studien zur modernen Geschichte erscheinen wird. Für den Umbau des Schmidt-Museums der Hamburger Sternwarte erarbeitete Frau Dufner eine Konzeption.
Die Dissertation von Herrn Karsten Baumann (Entwicklung und der Glaskeramik ZERODUR bei der Firma Schott Glas von 1966 bis 1996 und deren Anwendung als Spiegelträger-material im Großteleskopbau) wurde am 25.7.2001 eingereicht und die Disputation fand am 12.12.2001 statt. Für die Drucklegung wird die Firma Schott Sorge tragen. Herrn Baumanns erfolgreicher Abschluß der Dissertation ist insofern bemerkenswert, weil er im Vergleich mit anderen Doktoranden denkbar schlechte Arbeitsbedingungen hatte: Er ist bei der Firma Schott voll berufstätig und hat eine Familie, die inzwischen auf drei Kinder angewachsen ist. Den-noch gelang es ihm, in relativ kurzer Zeit (ca. 3 1/2 Jahren) seine Dissertation abzuschließen.
Frau Pia Köppel erhielt das Diplom für Geschichte der Naturwissenschaften (Titel der Diplomarbeit: Quellen zur Geschichte der Sonnenuhren in der islamischen Welt vom 2./8. bis zum 7./13. Jahrhundert), desgleichen Frau Elena Roussanova (Julia Lermontova: Die erste promovierte Chemikerin des 19. Jahrhunderts).

Erstmals in der Geschichte des IGN arbeitet ein Humboldt-Stipendiat am Institut: Herr Andre Koch Torres Assis ist Brasilianer und wirkt an der staatlichen Universität von Campinas (Bundesstaat Sao Paulo). Herr Assis lernte, bevor er am 1.8.2001 nach Hamburg kam, am Goethe-Institut in Göttingen Deutsch; er spricht inzwischen fließend und macht kaum noch Fehler. Das Arbeitsgebiet von Herrn Assis, der vor allem mit Herrn Karl Heinrich Wiederkehr eng zusammenarbeitet, ist die Elektrodynamik von Wilhelm Weber und das Machsche Prinzip. Dank seines ungemeinen Fleißes hat er schon eine ganze Reihe von Artikeln fertiggestellt. Vom 6.-8.2.2002 nahm er aufgrund einer Einladung aus Indien am International Workshop on Mach's Principle and Origin of Inertia teil, der in Kharagpur am in Indien sehr angesehenen Institute of Technology stattfand. Herr Assis würde gerne seinen Aufenthalt in Deutschland noch um ein halbes Jahr verlängern, und wir hoffen auf die Zustimmung der Humboldt-Stiftung. Herr Assis weilt mit seiner Familie in Hamburg; seine Frau stammt aus Taiwan und seine beiden Kinder besuchen eine Hamburger Schule.

Zu den Arbeiten an Nachlässen:
Peter Ullrich bearbeitet gerade ein weiteres "Schmankerl" unseres Artin-Nachlasses: Es handelt sich um Artins Algebra-Vorlesungen aus den Sommersemestern 1932 bzw. 1933 (1.18 d.h. Sign. XVIII); die Nachschriften sind einem Studenten namens A. Eichelbrenner zu verdanken. Da die Mathematische Gesellschaft sich anläßlich ihrer Hauptversammlung am 11.2.2002 bereiterklärt hat, abermals einen historischen Sonderband zu veröffentlichen, ist die Publikation nunmehr gesichert. Das ganze Unternehmen ist nur dank einer sehr großzügigen Spende von Herrn Prof. Dr. Heinrich Wefelscheid (Universität Duisburg) möglich, dem an dieser Stelle auf das Herzlichste gedankt sei. Es soll nicht unerwähnt bleiben, daß B.L. Van der Waerdens Moderne Algebra auf Artins Vorlesung aus dem Sommer 1926 basiert.
Herr Dieter Herrmann hat seine Bemühungen um die Korrespondenz im Collatz-Nachlaß fortgesetzt. Er legte folgendes vor: Im Mai 2001 einen Bericht Lehraufträge in den Jahren 1937 bis 1947; im November 2001: Bemerkungen in einigen Briefen zum Thema Einführung von Rechenanlagen an deutschen Hochschulen.
Die Arbeit an der 1994 unter der Leitung von Herrn Scriba begonnenen Edition der Korrespondenz des englischen Mathematikers und Theologen John Wallis (1616-1703) wird fortgesetzt. Nachdem Herr Beeley eine Dauerstelle an der Universität Münster bei der Leibniz-Edition angetreten hat, übernahm Herr Mayer, der im April 2001 an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg über Tschirnhaus promovierte, Anfang Juli 2001 die wissenschaftliche Mitarbeiterstelle. Herr Beeley wird weiterhin an der Edition als freier Mitarbeiter mitwirken. Das Manuskript des ersten Bandes der Wallis-Korrespondenz, der die Zeit von 1641 bis 1659 umfaßt, liegt bereits beim Verlag Oxford University Press. Da noch verschiedene redaktionelle Arbeiten in Oxford sowie Korrekturen in Hamburg vorzunehmen sind, ist mit dem Erscheinen spätestens gegen Ende des Jahres zu rechnen. Die Vorbereitung des zweiten Bandes der gemeinsam von Herrn Scriba und Herrn Beeley herausgegebenen Edition ist in vollem Gange. Dieser Band wird die Periode von 1660 bis 1668 umfassen und durch die Fülle des Materials einen substantiellen Beitrag zum Ver-ständnis dieses wichtigen Zeitraums in der wissenschaftlichen Entwicklung Englands liefern, der u.a. die offizielle Gründung der Royal Society einschließt.

Die von Menso Folkerts, Eberhard Knobloch und Karin Reich konzipierte, bereits 1989 gezeigte Ausstellung Maß, Zahl und Gewicht: Mathematik als Schlüssel zum Weltverständnis und Weltbeherrschung wurde vom 28.7. bis 28.10.2001 nochmals in der Herzog August Bibliothek in Wolfenbüttel präsentiert. Hierzu erschien der Katalog in überarbeiteter Form.

Vom 27.9.-1.10.2001 fand die Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Geschichte der Medizin, Naturwissenschaften und Technik (DGGMNT) in Hamburg statt. Hierzu hatte das IGN eine Ausstellung über Leben und Werk des Bremer Arztes und Astronomen Wilhelm Olbers (1758-1840) in der Hamburger Universitätsbibliothek vorbereitet, die von Karin Reich und Günther Oestmann konzipiert wurde und deren Eröffnung am 28.8.2001 stattfand. Danach war die Austellung von Anfang November 2001 bis Ostern 2002 im Braunschweigischen Landesmuseum in Braunschweig zu sehen. Thematische Schwerpunkte waren die Entdeckung der Planetoiden, die wissenschaftlichen Leistungen von Olbers auf dem Gebiet der Astronomie, seine Tätigkeit als Mediziner und öffentliche Wirksamkeit als Vortragsredner sowie die Beziehungen zwischen Carl Friedrich Gauß und Olbers. Neben Stücken aus dem Nachlaß wurden Portraits und wissenschaftliche Instrumente aus Olbers' Besitz gezeigt. Die Ausstellung ist das erste Resultat einer Kooperation zwischen dem Braunschweigischen Landesmuseum und den Instituten für Geschichte der Naturwissenschaften zu Hamburg und München.
Das IGN und das Institut für Meeresforschung hatte die Sektion Anfänge, Kontinuität und Umbrüche in der Meteorologie, Meeresforschung, Astronomie und Meeresnutzung organisiert, an der sich die historischen Arbeitskreise der Deutschen Meteorologischen Gesellschaft, Deutschen Gesellschaft für Meeresforschung sowie der Astronomischen Gesellschaft und Schiffbautechnischen Gesellschaft beteiligten. Vorträge hielten Felix Lühning, Walter Lenz, Günther Oestmann und Gudrun Wolfschmidt.
Frau Wolfschmidt führte während der Tagung zwei Stadtrundgänge zur Medizin-, Wissenschafts- und Technikgeschichte in Hamburg und eine Führung in der Hamburger Sternwarte in Bergedorf durch.

Die Herbsttagung der Mathematischen Gesellschaft fand vom 9./10.11.2001 statt und stand unter dem Motto 200 Jahre ,,Disquisitiones Arithmeticae'' oder C. F. Gauß und die Königin der Mathematik. Zu den fünf Vortragenden gehörten drei Mathematikhistoriker (M. Folkerts, der den Übersichtsvortrag Zum Leben von Gauß hielt; P. Ullrich: Über das Exemplar der Disqui-sitiones Arithmeticae aus dem Besitz von Gotthold Eisenstein; K. Reich: Der Moloch, der Gauß' Zeit verschlang: Die Geodäsie). Dazu wurden das Original-Exemplar der Disquisitiones arithmeticae, das im Besitz von G. Eisenstein war und sich heute in Gießen befindet, aus- und vorgestellt sowie A. Papens Topographischer Atlas des Königreichs Hannover und des Herzogtums Braunschweig [...] auf dem Grund der von dem Geheimen Hofrath Gauss geleiteten vollständigen Triangulierung [...] (Hannover 1832/47). Das Exemplar wurde freundlicherweise von der Staats- und Universitätsbibliothek ausgeliehen; es ist so kostbar, daß Herr Bibliotheksdirektor Herbert Blackert es persönlich vorbeibrachte und abholte. Vielen herzlichen Dank für diese wertvolle Unterstützung! Zusätzlich sorgte Herr Jürgen Koch für eine Wissenschaftshistorische Führung am Hamburger Hafenrand, die so großen Anklang fand, daß sie in der darauffolgenden Woche nochmals wiederholt werden mußte.

Herr Jürgen Kühl, ehemals Oberstudiendirektor in Lübeck, fand durch sein Forschungsprojekt über ,,Einschreibebücher'' den Weg in unser Institut. Am 20.4.2002 wird er in Annaberg über Recheneinschreibebücher in Schleswig-Holstein berichten. Herr Kühl hat bislang etwa 60 entsprechende Handschriften auffinden können. Unsere Institutsbibliothek besitzt eines der besonders wichtigen Einschreibebücher, nämlich von Peter Nicolai Svensen aus dem Jahre 1755.

Herr Weyer, der am 01. 10. 1999 in den Ruhestand gegangen war, hielt im Sommersemester 2001 seine letzte Vorlesung. Sie war der Geschichte der Alchemie gewidmet, demselben Thema, das Inhalt seiner ersten Vorlesung im Wintersemester 1970/71 gewesen war. Damit hat sich Herr Weyer, der noch 2 Jahre lang nach seiner Pensionierung Lehrveranstaltungen zur Chemiegeschichte, wohlgemerkt kostenlos, abhielt, nun endgültig aus der Lehre zurückgezogen. Am 04. 07. 2001 veranstaltete er im Institut einen Empfang, wozu er außer den Mitarbeitern des IGN (auch ehemaligen) und der Fachbereichsverwaltung auch einige Professoren und Dozenten der Hamburger Universität einlud, die ihn als Freunde oder gute Bekannte ein Stück Wegs begleitet hatten. Seither hat er mehr Zeit, sich der Abfassung seiner lange geplanten Chemiegeschichte zu widmen, und arbeitet auch als Ruheständler wöchent-lich ein oder zwei Tage im Institut. Wie die Zukunft der Chemiegeschichte am IGN aussieht, ist noch ungewiß, aber es gibt Anstrengungen, die verlorengegangene Stelle von Herrn Weyer wieder zurückzugewinnen. Damit das Fach am IGN überhaupt noch vertreten ist, veranstaltete Frau Elena Roussanova, die vom 1.10.2001-31.3.2002 als wissenschaftliche Mitarbeiterin vom Fachbereich Mathematik angestellt wurde, im Wintersemester 2001/02 ein chemiehistorisches Seminar. Den krönenden Abschluß dieser Lehrveranstaltung bildete am 1.2.2002 eine Exkursion nach Gießen (Liebigmuseum), an der auch die Studenten der Mathematikgeschichte teilnahmen (Vortrag im Mathematischen Institut der Universität Gießen von Herrn A. Beutelspacher: Mathematik zum Anfassen). Der Schimank-Stiftung sei sehr herzlich für den großzügigen Zuschuß zur Exkursion gedankt. Vom 22. bis 25. 09. 2001 nahm Herr Weyer an einer Tagung der Fachgruppe Geschichte der Chemie der Gesellschaft Deutscher Chemiker in Würzburg teil. Im Anschluß an diese Tagung fand unter seiner Leitung am 26. 09. eine Exkursion der Fachgruppe nach Weikersheim statt, die nicht nur der Dauerausstellung über Wolfgang von Hohenlohe und die Alchemie, sondern auch dem Weikersheimer Schloß und Schloßpark gewidmet war. In der Alchemie-Ausstellung sind seit der Eröffnung im Mai 2000 manche der Korrekturen immer noch nicht ausgeführt worden. Die Forschungsarbeiten über Wolfgang von Hohenlohe und die Alchemie sollen neben der Chemiegeschichte fortgesetzt werden.

Frau Elena Roussanova, die seit Oktober 2001 an der Fragestellung der deutsch-russischen Beziehungen in der Chemie arbeitet, hat eine Dissertation begonnen (Die deutsch-russischen Beziehungen in der Chemie in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts; Betreuerin: Gudrun Wolfschmidt). Erste Quellenrecherchen wurden am Liebig-Archiv in Gießen und in der Hofbibliothek Aschaffenburg durchgeführt. Für das Frühjahr 2002 plant Frau Roussanova umfangreiche Recherchen in den Archiven von St. Petersburg, Moskau und Kazan.

Im Oktober 2001 wurde Frau Wolfschmidt in den Vorstand der Gauß-Gesellschaft gewählt. Abgesehen von den Tagungen, auf denen sie Vorträge gehalten hat, besuchte Frau Wolfschmidt die JENAM2001 - Internationale Tagung: 10th European and 75th Annual Assembly of the Astronomische Gesellschaft (AG) and the European Astronomical Society (EAS) vom 10.-14.09.2001. Als Vorsitzende des Fördervereins Hamburger Sternwarte e.V. (FHS) organisierte sie eine Vortragsreihe, die von Mai bis September 2001 auf der Hamburger Sternwarte in Bergedorf lief (vgl. Liste der Vorträge und Abstracts unter
http://www.math.uni-hamburg.de/math/ign/Info/fhs-v01.htm). Der Förderverein gestaltete den Tag der Offenen Tür in der Hamburger Sternwarte am 09. O6. 2001 entscheidend mit (s. dazu http://www.math.uni-hamburg.de/math/ign/Info/fhs0601.htm).
Frau Wolfschmidt führte 28.06.2001 eine Exkursion des IGN nach Potsdam (Einsteinturm und Astrophysikalisches Observatorium, Babelsberger Sternwarte) sowie vom 15.-18.03.2001 gemeinsam mit Frau Reich eine bergbaugeschichtliche Exkursion in den Harz durch. (Näheres hierzu unter
http://www.math.uni-hamburg.de/math/ign/exk/potsdam.htm;
http://www.math.uni-hamburg.de/math/ign/exk/harz2001.htm;
Bericht über die Harz-Exkursion von André Polster:
http://www.math.uni-hamburg.de/math/ign/exk/harz-ap.htm).

Ein Großteil des Peenemünde-Archivs ist in Form von Microfilmen nunmehr auch in der Bibliothek des IGN für die Forschung verfügbar. Hierbei handelt es sich um Kopien, die vom National Air and Space Museum (Washington D.C.) angefertigt wurden. Vorhanden sind 45 PGM-Microfilmrollen (PGM = Peenemünde Guided Missiles; weitgehend technisch-wissenschaftliche Inhalte) und 20 von insgesamt 63 FE-Filmrollen (FE= Fort Eustis; technische, politische und organisatorische Inhalte).
Anfang November hielten sich Herr Lühning und Herr Oestmann für eine Woche auf der Sternwarte Pulkovo nahe St. Petersburg zur weiteren Erforschung der noch erhaltenen Be-stände der Olbers-Bibliothek auf und arbeiteten an einer Erfassung der Kometenliteratur. Die Reise wurde mit Mitteln der Marga und Kurt Möllgaard-Stiftung finanziert.
Herr Björn Kunzmann arbeitet seit Oktober 1999 an seiner Dissertation über Die Geschichte der Beobachtung Veränderlicher Sterne unter besonderer Berücksichtigung der Beiträge der Amateure und ihrer Fachverbände in Deutschland und Europa. Für Recherchen im Rahmen seiner Dissertation unternahm er im Mai und im Oktober 2001 Reisen zur Sternwarte Sonneberg/Thüringen. Umfangreiches Quellenmaterial konnte vor Ort aufgefunden und digitalisiert werden. Darüberhinaus nahm Herr Kunzmann an mehreren Regionaltreffen der BAV (Bundesdeutsche Arbeitsgemeinschaft für Veränderliche Sterne e.V.) teil und intensivierte die Kontakte zu für das Dissertationsthema relevanten Zeitzeugen.

Gäste des IGN waren Herr J. Fukai von der Auburn University (Alabama /USA) im November 2001 für eine Woche, sowie Herr Craig Fraser (Toronto) vom 22.-25. 11. 2001.

Am Institut angefertigte Doktor-, Diplom- und Examensarbeiten

Karsten Baumann:
Entwicklung und der Glaskeramik ZERODUR bei der Firma Schott Glas von 1966 bis 1996 und deren Anwendung als Spiegelträgermaterial im Großteleskopbau.
(Gutachter: Karin Reich, Gudrun Wolfschmidt)
Disputation: 12.12.2001.

Barbara Dufner:
Eine wissenschaftliche Biografie über den Astro-Optiker Bernhard Schmidt.
(Gutachter: Karin Reich, Dieter Reimers)
Disputation: 23.11.2001.

Kirsten Bork:
Alexander Tschirch: Eine Studie über das Leben eines wegweisenden Pharmakognosten und seine Auffassung von Pharmakognosie mit besonderer Berücksichtung seines Hauptwerkes (Handbuch der Pharmakognosie).
(Gutachter: Christian Hünemörder, Elisabeth Stahl-Biskup)
Disputation: 14.11.2001.

Jürgen Koch:
Der Hamburger Spritzenmeister und Mechaniker Johann Georg Repsold (1770-1830), ein Beispiel für die Feinmechanik im norddeutschen Raum zu Beginn des 19. Jahrhunderts.
(Gutachter: Karin Reich, Ulrich Eckhardt)
Disputation: 25.4.2001.

Anna-Pia Köppel:
Quellen zur Geschichte der Sonnenuhren in der islamischen Welt vom 2./8. bis zum 7./13. Jahrhundert.
Diplomarbeit (Gutachter: Jost Weyer, ...), Siehe Nachrichtenblatt Nr. 30/31, S. 11.

Elena Roussanova:
Julia Lermontova: Die erste promovierte Chemikerin des 19. Jahrhunderts.
Diplomarbeit (Gutachter: Jost Weyer, ...)

Vorträge der MitarbeiterInnen des IGN

A. Koch Torres Assis

Barbara Dufner

Christian Hünemörder

Uwe Mayer

Günther Oestmann

Karin Reich

Torsten Rüting

Jost Weyer

Gudrun Wolfschmidt

Veröffentlichungen der MitarbeiterInnen des IGN

Christian Hünemörder

Uwe Mayer

Günther Oestmann

Karin Reich

Torsten Rüting

Christoph J. Scriba

Jost Weyer

Gudrun Wolfschmidt

Impressum

Universität Hamburg
Institut für Geschichte der Naturwissenschaften, Mathematik und Technik
Bundesstraße 55
D - 20146 Hamburg
Tel. 040-42838-2094 (Geschäftszimmer)
Fax: 040-42838-5260
http://www.math.uni-hamburg.de/math/ign/index.htm
e-mail Rita Bratke(Geschäftszimmer)
e-mail Jeanette Reinke (Geschäftszimmer)

ISSN 0720-1591

Verantwortlich für den Inhalt: Günther Oestmann
Verantwortlich für das Technische: Jeanette Reinke
Umsetzung für das Internet: Gudrun Wolfschmidt


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Die letzte Änderung stammt vom 21. März 2002.

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