Sonnenbau


blau eingekreist der Sonnenbau auf dem Sternwartengelände Der Sonnenbau wurde Anfang der vierziger Jahre speziell zur Sonnenbeobachtung errichtet. Die Beobachtung der Sonne war ein kriegswichtiger Zweck, da die Sonnenaktivität den Funkverkehr auf der Erde erheblich stören kann und Vorhersagen der Funkstörungen z.B. für den Kurzwellenfunkverkehr der U-Boote äußerst wichtig waren. Aus diesem Grund ist über dieses Gebäude und seine Instrumentierung sehr wenig in Erfahrung zu bringen. Neben dem Bergedorfer Sonnenobservatorium, das nur von untergeordneter Bedeutung war, wurden mehrere Observatorien dieser Art zu der Zeit in Deutschland errichtet, meistens auf höheren Bergen, wo die Beobachtungsbedingungen günstiger sind (z.B. Göttingen, Schauinsland, Zugspitze, Wendelstein, etc.), die teilweise noch heute existieren.
An der Südseite des Gebäudes kann man heute noch Reste der Apparatur, die dem Teleskop das Sonnenlicht zuspiegelte, erkennen. Nach dem Krieg wurde das Instrument noch einige Zeit von G. Thiessen für Messungen des schwachen globalen Magnetfelds der Sonne verwendet.
Das Gebäude wird heute als Seminarraum genutzt.




Text und Bilder von Jan-Uwe Ness