Gebäude & Teleskope


Die Hamburger Sternwarte wurde zwischen 1906 und 1912 in Bergedorf erbaut. Die Gebäude spiegeln die Architektur der damaligen Zeit wider und die alten Instrumente stellen ein wichtiges historisches Dokument astronomischer Forschung dar.

Durch Klicken auf den jeweiligen Titel ist eine ausführliche Beschreibung erhältlich




Großer Refraktor

Der große Refraktor

Der Große Refraktor ist wohl das eindrucksvollste Instrument der Hamburger Sternwarte. Mit 60cm Objektivdurchmesser und 9m Brennweite zählt er zu den größten Refraktoren Deutschlands. Er ist immer noch voll funktionsfähig und wird gegenwärtig vorzugsweise im Rahmen der öffentlichen Beobachtungsabende eingesetzt. Anläßlich des Jahres der Astronomie 2009, wurde dieser kleine Film gedreht.




Das 1 Meter-Spiegelteleskop

 

1 Meter-Spiegelteleskop


Das 1 Meter-Spiegelteleskop war bei seiner Inbetriebnahme (1911) das viertgrößte Teleskop der Welt und für viele Jahre das größte Teleskop in Deutschland.






Das Lippert-Teleskop

Lippert-Teleskop


Das Lippert-Teleskop hat im Laufe der Jahrzehnte zahlreiche Umbauten erfahren, so daß von dem ursprünglichen Teleskop heute nur noch die Montierung an seinem Platze steht. Als Lippert-Astrograph bestand das Instrument ursprünglich aus einer Kombination von drei Astrographen (= lichtstarken, kurzbrennweitigen Refraktoren für photographische Beobachtungen) und zwei Leitrefraktoren auf einer gemeinsamen Montierung. Anläßlich des Jahres der Astronomie 2009 wurde dieser kleine Film gedreht.





Das Äquatoreal

Das Äquatoreal


Das Äquatoreal ist das älteste noch in Bergedorf aufgestellte Fernrohr. Es handelt sich um einen Refraktor von 26cm Öffnung und 3 m Brennweite.Zur leichteren Bedienbarkeit befindet sich in der Kuppel ein hölzerner Beobachtungsstuhl, mit dem sich der Beobachter mittels Seilzügen um das Teleskop herum sowie auf und nieder bewegen kann, ohne aufstehen zu müssen.



 





Das Oskar-Lühning-Teleskop

Das Oskar-Lühning-Teleskop


Das Oskar-Lühning-Teleskop ist das größte Teleskop der Hamburger Sternwarte und gegenwärtig das zweitgrößte Teleskop in Deutschland. Es ist ein Ritchey-Chretien-System mit 1.20m Öffnung und 15.60m Brennweite im Cassegrain-Fokus. Baujahr des Telsekops ist 1975, Kuppel und Montierung dieses Teleskops stammen allerdings von 1954 und beherbergten ursprünglich den Großen Hamburger Schmidtspiegel. In der Zeit von 1998 bis 2001 wurde das Teleskop modernisiert, und erhielt eine Fernsteuerung sowie eine moderne CCD-Kamera. Anläßlich des Jahres der Astronomie 2009 wurde dieser kleine Film gedreht.






Der Meridiankreis

Der Meridiankreis


Der Meridiankreis wurde als eines der ersten Instrumente in der neuen Sternwarte in Bergedorf im Jahr 1907 gebaut. Es diente der exakten Positionsbestimmung von Sternen und zur Zeitbestimmung (aus bekannten exakten Positionen). Mit dem nur in Nord-Süd-Richtung beweglichen Instrument konnte der Meridiandurchgang der Sterne genau verzeichnet werden. Nach dem Transport des Instruments nach Australien zur Vermessung der Südhalbkugel verfiel das Gebäude zunehmend, bis 1999 Sanierungsarbeiten im Rahmen des Denkmalschutzes begannen, um zumindest den weitern Verfall vorerst zu stoppen. Das Teleskop befindet sich heute in einem Depot des Deutschen Museums in München.






Der Salvador Spiegel (Nov. 2000)

Der Salvador Spiegel


Der Salvador Spiegel ist das Nachfolgeinstrument auf der Montierung des ersten Schmidt-Spiegels, einer Deutschen Montierung von Zeiss. Es handelt sich um ein Cassegrain-System mit 8 m Brennweite. Der Spiegeldurchmesser beträgt 40 cm. Ende der 60-er Jahre befand sich das Teleskop für einige Zeit in Stephanion, Griechenland Seit Anfang der 80-er Jahre befindet sich das Teleskop in der Hütte zwischen Lippert Teleskop und Zonenastrograph. Es wird heute hauptsächlich vom Förderverein der Sternwarte genutzt. Anläßlich des Jahres der Astronomie 2009 wurde dieser kleine Film gedreht.






Das Schmidt Museum

Das Schmidtmuseum


Das Schmidtmuseum beherbergt diverse Originalgegenstände und Dokumente, die im Zusammenhang mit Bernhard Schmidt stehen. Bernhard Schmidt war ein genialer Mechaniker, der u.a. den weltberühmten Schmidtspiegel erfand, dessen Prototyp sich in diesem Museum befindet.






Das Hauptdienstgebäude

Das Hauptdienstgebäude


Das Hauptdienstgebäude, 1906-1909 erbaut, ist das wichtigste Gebäude auf dem Gelände, obwohl es keine Teleskope enthält. Es beherbert die Verwaltung und die Bibliothek der Sternwarte. 1999/2000 wurde das Gebäude im Rahmen des Denkmalschutzes gründlich renoviert. Früher befanden sich etliche technische Einrichtungen in dem Gebäude, die heute woanders untergebracht sind oder nicht mehr existieren.






Der Sonnenbau

Der Sonnenbau


wurde Anfang der vierziger Jahre speziell zur Sonnenbeobachtung errichtet, um einen kriegswichtigen Zweck zur Freistellung vieler Kollegen wegen Unabkömmlichkeit vorweisen zu können. Aus diesem Grund ist über dieses Gebäude und seine Instrumentierung sehr wenig in Erfahrung zu bringen. An der Südseite des Gebäudes kann man heute noch Reste der Apparatur, die dem Teleskop das Sonnenlicht zuspiegelte, erkennen. Heute befindet sich im Erdgeschoß ein Seminarraum.






Vakuumglocke, darin der 120 cm Spiegel des Oskar Lühning Teleskops

Hochvakuumanlage zur Oberflächenverspiegelung von Fernrohrspiegeln


Bei dem Bau des Großen Hamburger Schmidtspiegels wurde auch eine Spiegelbedampfungsanlage der Firma Leybold in dem Gebäude installiert. Je nach geometrischer Form des Spiegels können Spiegel aller Art bis zu einem Durchmesser von maximal 150 cm bedampft werden. Der bisher größte mit Aluminium bedampfte Spiegel war der 132 cm Spiegel der Universität Kreta in Heraklion.
Die Hamburger Sternwarte bietet Spiegelbedampfungen für Spiegel bis maximal 150 cm Durchmesser an. Geschäftsbedingungen und Preise finden Sie hier. Bei größeren Spiegeln sollte unbedingt Kontakt mit der Werkstatt der Hamburger Sternwarte (040/42838-8548) aufgenommen werden. 







Direktoren-Villa (Sichtvom Dach des Hauptdienstgebäudes)

Bürogebäude


Das Sternwartengelände wurde zwischen 1906 und 1912 mit einer modernen Gruppen-Anlage bebaut, die sich neben den Kuppelbauten und dem Hauptdienstgebäude aus drei ehemaligen Wohnbauten (Direktoren-Villa, Diener- und Mechaniker-Wohnhaus und Beamtenwohnhaus), sowie noch etlichen Nebengebäuden zusammensetzte.
In der Direktoren-Villa sind heute Arbeitsräume untergebracht. In dem ,,Diener- und Mechaniker-Wohnhaus'' wohnt heute der Hausmeister, in dem Beamtenwohnhaus befanden sich bis 2002 Dienstwohnungen für Bedienstete der Sternwarte. Heute befinden sich die Arbeitsräume der Gruppen Theoretische Astrophysik und Galaktische Astrophysik in dem Haus.






Labor-Gebäude

Das Laborgebäude


Ende der 60er Jahre hatten die Wissenschaftler des Institutes ein Memorandum verfaßt, in dem sie ihre Wünsche nach neuzeitlichen Meß- und Laborräumen festschrieben. Das umfangreiche Photoplattenarchiv fand in dem erst 10 Jahre später fertiggestellten Bau endlich einen klimatisierten Platz. Wegen des völlig veränderten Bedarfs wurde der Schwerpunkt der Nutzung auf die Bereitstellung und Wartung von Computerarbeitsplätzen verlagert.




Für den internen Gebrauch steht ein Führungsplan durch die Sternwarte in Stichworten in Postscript als Vorschlag von Jan-Uwe Ness zur Verfügung.


Ein interessanter Buchtip zu der Geschichte der Astronomie in Hamburg und zu den Instrumenten der Bergedorfer Sternwarte ist das Buch Sterne über Hamburg von Jochen Schramm, viele Informationen der Beschreibungen sind diesem Buch entnommen.