Hamburge Sternwarte - Überblick: Meßmaschinen
Obwohl in der modernen astronomischen Forschung die Fotoplatte fast vollständig
vom elektronischen Empfänger verdrängt wurde, waren und sind
Meßmaschinen für Fotoplatten immer noch ein wichtiges Werkzeug der
Hamburger Sternwarte, bedingt durch die großen
Himmelsdurchmusterungen (die Sternenkataloge AGK2 und AGK3), die in
Hamburg durchgeführt wurden und werden (
Hamburg Quasar Survey und
Hamburg/ESO Survey).
Dazu wird der Himmel in Ausschnitten oder auch ganz mit Schmidt-Teleskopen
auf Fotoplatten abgelichtet.
Das Plattenarchiv enthält über 35 000
Fotoplatten, deren Zahl noch zunimmt, insbesondere durch die beiden großen
Quasar-Durchmusterungen.
Während früher die Fotoplatten durch ein Mikroskop betrachtet
und von Hand eingestellt wurden, sind die heutigen Meßmaschinen mit
Glasmaßstäben und Motoren ausgrüstet und können computergesteuert
in Sekunden auf 1/1000 mm genau positionieren. Das Auge ist durch
elektronische Empfänger ersetzt worden, die die fotografischen Schwärzungen in
digitale Daten umsetzten. Diese werden auf optomagnetischen Datenträgern oder
CD-ROM gespeichert, um dann an modernen Rechnern ausgewertet werden zu können.
Meßmaschinen (die noch benutzt werden)
Granitmeßmaschine zur präzisen Vermessung von Fotoplatten (insbesondere Schmidt-Platten).
Seit 1982 ständig in Betrieb, sehr oft "Rund um die Uhr". Vollständige Digitalisierung
von über 2000 Fotoplatten des HQS (24cm x 24cm) und des HES (30cm x 30cm).
Ursprünglich zum Auffinden von Veränderlichen Sternen, wobei zwei zu unterschiedlichen
Zeitpunkten aufgenommene Fotoplatten des gleichen Himmelsausschnittes, im schnellen
Wechsel durch das gleiche Okular betrachtet werden können. Veränderliche Objekte
fallen dann durch "Blinken" (hell-dunkel-werden) auf.
Historische Meßmaschinen
Figure: Meßmaschine
Figure: Meßmaschine
Figure: Meßmaschine
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