Hamburge Sternwarte - Überblick:
Meßmaschinen: Blink-Komparator


(23k, Blinkkomparator) Der Blinkkomparator, hier ein von der Werkstatt gebautes Modell, diente ursprünglich zum Auffinden von veränderlichen Sternen, wobei zwei zu unterschiedlichen Zeitpunkten aufgenommene Fotoplatten des gleichen Himmelsausschnittes, im schnellen Wechsel durch das gleiche Okular betrachtet werden können. Veränderliche Objekte fallen dann durch "Blinken" (hell-dunkel-werden) auf. Mit ihm wurden .....











Das 19.. beschaffte Modell von Carl Zeiss/Jena wurde durch Motoren angetrieben, und auch das "Blinken" konnte elektrisch ausgeführt und in der Frequenz verändert werden. Da er im Original nur über Metallmaßstäbe und einem Motorgetriebenen Spindelantrieb verfügt, was bestenfalls 3-5/100 mm Positioniergenauigkeit ermöglichte, wurde er Mitte der 80iger Jahre mit Glasmaßstäben und einer Impulsansteuerung der Motoren ausgerüstet. Die Einstellgenauigkeit konnte damit auf ca. 5/1000 mm verbessert werden. Gleichzeitig wurde die Ausleuchtung von Glühbirnen auf Leuchtstoffröhren (Kaltlicht) umgestellt, wodurch die starken thermischen Ausdehnungseffekte, durch die höhere Meßgenauigkeit sichtbar geworden, genügend herabgesetzt werden konnten. Mit Hilfe eines Kameraaufsatzes für das Okular, konnten so für einige Jahre Suchkarten für Quasar-Kandidaten erstellt werden. Durch Auslesen der Glasmaßstabszähler konnten jetzt auch genauer Objekte vermessen werden, wobei die Positionsdaten per Tastendruck direkt in eine Datei des angeschlossenen Rechners gegeben werden können.


Letzte Änderung: Monday, 17-Dec-2001 13:56:07 CET durch D. Groote