Universität Hamburg Fachbereich Physik

Über tausend Besucher beim Tag der Offenen Tür

Am 21. Juni 2003 kamen über tausend Besucher aus Hamburg und Umgebung zur Hamburger Sternwarte, um sich über die neuesten Entwicklungen in der astronomischen Forschung zu informieren und das herrliche unter Denkmalschutz stehende Gelände zu besichtigen.

Fast schon traditionell waren auch der Förderverein Hamburger Sternwarte e.V. mit dem Rahmenprogramm, Hamburger Amateur-Astronomen (Gesellschaft für volkstümliche Astronomie Hamburg e.V.) und das Schulprojekt Seh-Stern mit von der Partie. Erstmalig beteiligten sich auch das Planetarium und die Astroteilchenphysik Gruppe des Instituts für Experimentalphysik.

Zentraler Anlaufpunkt waren die Vorträge zu den Hamburger Beobachtungen mit dem Hubble-Weltraumteleskop und mit den Röntgenteleskopen XMM und Chandra , sowie an der Europäischen Südsternwarte (ESO) in Chile.

Über ein dutzend Kuppelgebäude und Forschungslabors luden zur Besichtigung ein. Mit Kurzvorträgen, Ausstellungen und Computer-Präsentationen stellten die Forschungsgruppen ihre Arbeiten vor. Die Themen reichten von der Sonne über Planeten um fremde Sonnen bis zu den supermassiven Schwarzen Löcher am Rande des Universums.

Die Attraktion unter den zu besichtigenden Teleskopen war das neue STELLA-Teleskop, dass z.Zt. in Hamburg im Probebetrieb läuft und seinen endgültigen Standort auf Teneriffa erhalten wird. Wenn es die Wolken zuliessen war auch die kleine Salvador-Hütte restlos überfüllt: Jeder wollte die Sonnenscheibe beobachten und mancher hat zum erstenmal einen Sonnenfleck gesehen. Die modernen Entwicklungen der Teleskopsteuerung konnte man einmal im Modell im Elektronik-Labor und zum anderen live erleben. Wie von Geisterhand bewegt, lassen sich OLT 1m-Teleskop und synchron dazu die Kuppel per "Klick" auf dem Computer-Bildschirm in jede Position fahren.
Auch wer sich für die Spezialthemen der Astronomie weniger interessierte, kam an dem Nachmittag auf seine Kosten. Für die jungen Besucher gab es erstmals ein Kinderprogramm. Und wie vor zwei Jahren gab es Gedränge an den Computer-Arbeitsplätzen, die für die Kinder reserviert waren.
Überfüllt war es auch bei Führungen über das Gelände unter dem Aspekt des Denkmalschutzes. Auch die Kultur war diesmal wieder vetreten. Chorgesang und Literaturlesung im Großen Refraktor und im 1m-Spiegel erfreuten sich großen Zuspruchs.

Da der Besucherandrang diesmal nicht so hoch war, gab es vielmehr Zeit für intensive Gespräche. Ob es um astronomische Fragen ging, ob es um die Erhaltung der denkmalgeschützten Gebäude oder um Tips für den Kauf eines Teleskops für den Nachwuchs ging, diesmal konnten alle Fragen beantwortet werden.

Und wer am Ende noch bei Kaffee und selbstgebackenem Kuchen oder bei Wurst und Bier noch seinen Hunger gestillt hatte, ging hochzufrieden nach Hause. Das sagt jedenfalls unsere kleine Umfrage, die wir am Ausgang durchgeführt haben. Und Trostpreise für die Schnitzeljagd im Kinderprogramm werden wir das nächste Mal auch besorgen, um unsere kleinen Kritiker zu beschwichtigen. Denn ein "Nächstes Mal" wird es ganz sicher 2005 geben. Darüber ist man sich auf der Sternwarte einig.
Für alle, die es verpaßt haben, hier nochmal unsere Ankündigung mit Rundgang und Programm
 
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Änderungen:
Text von D. Engels, 27.06.2003
Photos von A. Müller, 27.06.2003
Seite eingerichtet, 27.06.2003