Der Rundgang im Detail:

 

1. Laborgebäude:

Ausstellung "Moderne Astronomie"
Die Ausstellung zeigt Ergebnisse aus den aktuellen Forschungsprojekten der Hamburger Sternwarte.

Forschung: Die Suche nach Quasaren und seltenen Sternen
Wie findet man "Stecknadeln im Heuhaufen", nämlich Quasare und sehr seltene Sterntypen, unter vielen tausend Sternen? Eine Ausstellung zeigt, wie dies in den Hamburger Quasar-Surveys mit Computerhilfe möglich ist.

Forschung: Hochenergie Gamma-Astronomie
Die Arbeitsgruppe des Instituts fuer Experimentalphysik untersucht mit der kosmischen Gamma-Strahlung das hochenergetische, relativistische Universum. Dazu gehören u.a. Supernova-Reste und Aktive Galaxienkerne, die auch als Beschleuniger der kosmischen Strahlung gelten. Die hochenergetische Gamma-Strahlung ist Tausend Milliarden mal energiereicher als das sichtbare Licht und wird indirekt mit sog. Cherenkov-Teleskopen nachgewiesen, wie sie z.Zt. beim Victor HESS Projekt in Namibia in Betrieb genommen werden. Die Ausstellung zeigt die Funktionsweise der Cherenkov-Teleskope und neue Resultate der Beobachtungen.

Technik: Elektronik und Teleskopsteuerung
Im Elektronik-Labor können Sie sich über den Einsatz der Elektronik in der astrophysikalischen Forschung informieren. Wir zeigen Ihnen u.a. am Modell das Prinzip und das Programmieren der Steuerung eines modernen Teleskopes.
 
2. Hauptdienstgebäude:

Bibliothek
Die Bibliothek ist eine der schönsten in Hamburg und umfasst ca. 70.000 Bände. Es ist eine Auswahl ihrer historischen Bestände zu sehen, u. a. Tycho Brahes Beschreibung seiner Sternwarte und ihrer Instrumente "Astronomiae Instauratae Mechanica" (1602) und Sternatlanten aus dem 18. Jahrhundert.

Pressebüro
 
3. Villa:

Forschung: Das Leben der Sterne
Es soll demonstriert werden, wie ein Stern funktioniert. Eine kleine Posterausstellung wird den Aufbau und die Entwicklung von Sternen verdeutlichen.

Forschung: Extragalaktische Astronomie
Die extragalaktische Arbeitsgruppe präsentiert ihre Arbeit über Quasare, die die leuchtkräftigsten Objekte im Universum sind. Die Gruppe untersucht die Eigenschaften der Röntgenemission von Quasaren sowie die Struktur und Eigenschaften der die Quasare beherbergenden Galaxien. Da Quasare weit entfernte helle Lichtquellen sind, werden sie außerdem für die Analyse der von ihnen durchleuchteten intergalaktischen Materie verwendet.
 
4. Großer Refraktor, Meridiankreis, Äquatoreal:

(weitere Veranstaltungen siehe auch Vorträge, Führungen und Rahmenprogramm)

Großer Refraktor
Teleskopbesichtigung und Vorträge

Meridiankreis-Gebäude
Ausstellung des Fördervereines Hamburger Sternwarte e.V.

Äquatoreal
Besichtigung des ältesten Teleskops der Sternwarte; Geschichte der ersten Hamburger Sternwarte und des Äquatorials sowie der Instrumentenbau-Firma Repsold, Hamburg; Inszenierung der astronomischen Beobachtung im 19. Jahrhundert
 
5. Teleskop-Park der Amateure
Amateurastronomen stellen ihre Instrumente aus und laden zur Sonnenbeobachtung ein.
 
6. Beamtenwohnhaus:

Forschung: Magnetismus auf Sonne und Sternen
Magnetische Felder sind die treibende Kraft hinter vielen Phänomenen der Sonne und anderer Sterne, z.B. den Sonnenflecken mit ihrem 11-jährigen Zyklus, und den spektakulären Sonneneruptionen. Diese magnetische Aktivität der Sonne hat möglicherweise auch Einfluß auf das irdische Klima - so wird vermutet, dass die sogenannte "Kleine Eiszeit" im 17. Jhd. mit dem damaligen "Maunder-Minimum" der Sonnenaktivität in Zusammenhang steht. Die Untersuchung der magnetischen Aktivität anderer Sterne hilft zu verstehen, worauf sie zurückzuführen ist, und welchen Veränderungen sie im Laufe des Lebens eines Sternes unterliegt.

Forschung: Fremde Sonnen und ihre Planeten
Seit 1995 wissen wir, dass es Planeten ausserhalb unseres Sonnensystems gibt, die um weitentfernte Sterne kreisen. Die bisher gefundenen "Extrasolaren Planeten" sind unserem Jupiter ähnlich in Masse und Grösse, sind aber oft viel heisser, da sie ihren Sonnen sehr nah sind. Gesucht und gefunden werden Extrasolare Planeten durch den Effekt, den ihre Schwerkraft auf den Elternstern hat, oder wenn der Planet seine Sonne bedeckt, eine "Planetenfinsternis". An der Hamburger Sternwarte arbeiten wir an Computersimulationen solcher Riesenplaneten und versuchen Methoden zu ihrer einfacheren Entdeckung zu finden.
 
7. Bernhard-Schmidt-Gebäude:

Berhard-Schmidt-Museum
Dem Erfinder des ersten fehlerfreien Weitwinkelteleskops gewidmet. Im Museum sind der Original-Schmidt-Spiegel, handgeschriebene Briefe und technische Aufzeichnungen aus seinem Nachlass, sowie Fotos und Arbeitsbeispiele des 1935 verstorbenen Astro-Optikers ausgestellt.

Ausstellung "Sterne über Hamburg"
Eine Ausstellung zu fast 200 Jahren Sternwartengeschichte in Hamburg.

Astrol@b
Astro-Surfen am Computer für Kids
 
8. Oskar-Lühning-Teleskop:

Weltbild im Wandel - Von Copernicus bis zur modernen Kosmologie
Eine Ausstellung zur Entwicklung des modernen Weltbildes und der Geschichte der Astronomie.

Spiegelbedampfung und Teleskopbesichtigung
Das im Jahr 2000 umgebaute Oskar-Lühning-Teleskop wird vollständig computergestützt gesteuert. Hier kann moderne Teleskoptechnik an einem Beispiel "zum Anfassen" erlebt werden. Weiterhin ist es mölich, die Spiegelbedampfungsanlage der Sternwarte zu besichtigen.
 
9. STELLA - Ein Roboterteleskop für Teneriffa

STELLA ist ein vollrobotisches Teleskop, das zur Zeit an der Sternwarte Hamburg zu Testzwecken aufgebaut ist, um dann nach der Endabnahme nach Teneriffa verschifft zu werden. STELLA ist ein Gemeinschaftsprojekt der Hamburger Sternwarte mit dem Astrophysikalischen Institut Potsdam (AIP) und soll in Zusammenarbeit mit dem Astrophysikalischen Institut der Kanarischen Inseln (IAC) im Teide Observatorium auf der Insel Teneriffa betrieben werden.
 
10. Lippertgebäude und Salvador-Teleskop:

Teleskopbesichtigungen

Schulprojekt "Seh-Stern"
Astronomie im Schulunterricht; beteiligte Schüler führen den Besuchern ihre Arbeit vor und erklären die Entstehung von Sonnenflecken

 
11. Werkstattgebäude:

Technik: mechanische Werkstatt
Ausstellung optischer & mechanischer Bauteile und von Fertigungsmaschinen

Amateurastronomie, Astronomie für jedermann
Information über Amateuraktivitäten in Hamburg und die Außensternwarte Lüneburgerheide sowie Fernrohrberatung
 
12. 1 m-Spiegelteleskop:

Teleskopbesichtigung

Kulturprogramm
Um 16 Uhr spricht der Schauspieler Rudolf Herget im Gebäude des Spiegelteleskops zum Sommeranfang Sonnen-, Nacht,- und  Sternenpoesie - Gedanken großer Dichter über die Weltschöpfung.

Um 17 Uhr spielt er einzelne Szenen über den Wissenschaftler, der für ein neues Weltbild kämpfte, Galieo Galilei.

Das Planetarium stellt sich vor

 

Weitere Stationen:

Seminarraum "Almhütte":

Vorträge: "Beobachten an Grossobservatorien"
Von 13:30 bis 18:30 jeweils stündlich, Themen dieser Vorträge und des Begleitprogramms finden sich bei Vorträge, Führungen, Rahmenprogramm

Shop für Sternfreunde
Schauen Sie herein in unseren Sternschnuppershop. Sie finden hier Postkarten, Taschen, T-Shirts, Fotos von verschiedenen astronomischen Objekten, Magnetpins und vieles mehr.
 
Kleines Beamtenhaus:

Programm für Kinder

13.00-15.00 und 16.00-17.00 Uhr: Ein geführter Rundgang durch das Sonnensystem, Sonnenuhrbasteln, Quiz

Unsere jüngeren Besucher können sich jederzeit einer Entdeckungsreise durch das Sonnensystem anschließen. Modelle zum Anfassen und viele Bilder, Sonne Mond und Planeten zum Greifen nah. Kleine Forscher, die die Geheimnisse der Planeten und ihrer Monde oder der Sonne und des Mondes lüften möchten, sind hier also genau richtig. Außerdem können Sonnenuhren selbst gebastelt werden und es gibt eine Schnitzeljagd.

15.00/17.00 Uhr: "Die Sagen des Sternhimmels", Märchenstunde für 5-8 jährige

Jeweils um 15:00 und 17:00 Uhr können Kinder zwischen 5 und 8 Jahren in einer Märchenstunde erfahren, welche spannenden Abenteuer die Sagengestalten des Sternenhimmels erlebt haben, zum Beispiel der Sturz des fliegenden Widders, wie die Venus dem Riesen entkam, warum der Steinbock auch Ziegenfisch genannt wurde und andere merkwürdige Geschichten.

<-- Tag der Offenen Tür 2003 Vorträge, Führungen, Rahmenprogramm