STELLA: Projekt eines automatischen Teleskopes zur Beobachtung von Sternaktivität


Was ist STELLA?

STELLA (die Abkürzung steht für STELLare Aktivität) ist ein Langzeitprojekt zur Beobachtung und zur Überwachung von Aktivität auf kühlen Sternen mit Hilfe eines automatischen Teleskopes, welches mit einem Echelle-Spektrographen ausgerüstet sein wird.

STELLA ist ein Gemeinschaftsprojekt der Hamburger Sternwarte mit dem Astrophysikalischen Institut Potsdam ( AIP) und soll in Zusammenarbeit mit dem Astrophysikalischen Institut der Kanarischen Inseln ( IAC) im Teide Observatorium auf der Insel Teneriffa errichtet werden.

Wissenschaftliche Zielstellungen:

  • Nachfolgebeobachtungen von Röntgenquellen,

  • Simultanbeobachtungen mit Satelliten-Obsevatorien,

  • Messung von stellaren Rotationsperioden,

  • Beobachtung von stellaren Aktivitätszyklen,

  • Stellare Schmetterlingsdiagramme (differentielle Rotation),

  • Beobachtung und Monitoring von Sternflecken,

  • Suche nach massearmen stellaren Begleitern.

    Instrumentelle Ausstattung:

  • automatisches Teleskop von 1.2 m Öffnung, f/8, Alt/Az Montierung,

  • fasergekoppelter Echelle-Spektrograph der spektralen Auflösung R=50000,

    Beiträge der Institute:

  • Hamburger Sternwarte: Teleskop, Werkstattleistungen, Software

  • AIP: Gebäude, Spektrograph, Software

  • IAC: Infrastruktur, Dienstleistungen

    Aktueller Stand

    Ein Vertrag zu Bau und Betrieb von STELLA im Observatorio del Teide wurde mit dem IAC abgeschlossen. Der Vertrag wurde stellvertretend für das STELLA-Konsortium durch das AIP unterzeichnet.

    Der Standort im Observatorio del Teide befindet sich 20m südwestlich der Einmündung der Nebenstraße vom VTT in die Hauptstraße (Skizze). Dort wurde ein Gebäude mit Schiebedach errichtet, welches zwei Teleskope beherbergen kann.

    Das Teleskop wurde bei der Firma Halfmann Teleskoptechnik GmbH in Neusäß (bei Augsburg) in Auftrag gegeben. Als Subunternehmer wurden von der Firma Halfmann beauftragt:
    Herr Manfred Woche (Jena) für das Optik-Design
    Fa. Schott in Mainz zur Fertigung der Spiegelrohlinge aus Zerodur
    Carl Zeiss Jena GmbH in Jena mit der Optikfertigung
    Firma 4PI in Sonneberg für die Teleskopsoftware

  • Das Teleskop ist fertig gestellt und wurde am 24. 7. 2002 nach Hamburg ausgeliefert (Bild). Seit dieser Zeit wurde und wird es getestet. Einige Unzulänglichkeiten wurden festgestellt und diese zum Teil behoben. Die restlichen Mängel sind von nicht schwerwiegender Natur und werden vor der Verschiffung nach Teneriffa im Werk beseitigt werden.

  • Das Gebäude ist fertig gestellt.

  • Der Spektrograph ist fertig gestellt.

  • Der Teleskop-Instrumenten-Adapter befindet sich in der Fertigung (Hamburger Werkstatt).

    Eine erste Teleskopsoftware der Firma Halfmann war unter LINUX nicht funktionsfähig. Halfmann vergab den Auftrag dann neu an die Firma 4PI (Sonneberger Sternwarte). Diese Software ist in wesentlichen Teilen fertiggestellt und getestet. Um das Teleskop trotzdem wenigstens partiell in der Softwareentwicklungsphase testen zu können, wurde uns eine Zwischen-Software auf WINDOWS-Basis zur Verfügung gestellt, die nur die beiden wichtigsten Funktionen Positionieren und Nachführen ermöglicht. STELLA-Darstellung am AIP