Saturn







Der Planet Saturn ist nach dem Jupiter der größte Planet in unserem Sonnensystem. Sein Radius ist ungefähr 9,5 Mal größer als der der Erde, nämlich ca. 60.000 Kilometer. Auch die Entfernung zur Sonne ist 9,5 Mal größer als bei der Erde, sie beträgt 1,4 Milliarden Kilometer. Der Saturn dreht sich um die eigene Achse in ca. zehn Stunden und in ungefähr 29,5 Jahren umkreist er einmal die Sonne.





Zusammengesetzt ist der Planet wie der Jupiter aus Wasserstoff ( ca. 75%) und Helium ( ca. 25%), damit gehört er zu den sogenannten “Gasriesen”, das sind meist große Planeten, die keine feste Oberfläche und sehr geringe Dichte haben. Der Größenunterschied zwischen Saturn und Jupiter ist geringfügig und dennoch wiegt er weniger als ein Drittel ( 5,685 · 1026 kg) was an der Dichte von nur 0,7g/cm³ liegt und damit ist sein Material sogar leichter als Wasser, was eine einzigartige Eigenschaft für einen Planet unseres Sonnensystems ist.







Von der Oberfläche bis hin zum Kern des Planeten durchläuft der Wasserstoff, also der Hauptbestandteil des Planeten drei Reaktionen. Zumal er oben noch gasförmig ist wird er bei zunehmender Tiefe weges des hohen Druckes flüssig bis später metallig. Unter dieser metallischen Schicht befindet sich der Kern des Planeten. Dieser Gesteinskern ist sehr heiß und entwickelt Temperaturen von ca. 12.000 Kelvin.





Das Hauptaugenmerk des Saturns sind die schon von kleineren Teleskopen aus sichtbaren Ringe, die den Saturn umgeben. Wir sehen diese als ganze Ringe, aber in Wirklichkeit bestehen sie aus unzähligen kleinen Partikeln, die sogar nur zentimetergroß sein können. Allerdings existieren wohl auch mehrere kilometergroße Partikel. Diese Partikel bestehen aus Wassereis oder auch Felsen, die mit einer Eisschicht überzogen sind.

Der Durchmesser der Ringe ist zwar gigantisch mit 250.000 km, dafür ist so ein Ring nicht mehr als ein Kilometer dick, außerdem bestehen sie dazu noch aus sehr wenig Material – würde man die Ringe verdichten auf einem einzelnen Körper, wäre der Durchmesser sicher nicht größer als 100 Kilometer. Der Ursprung der Ringe ist noch unbekannt.









Saturn besitzt bisher 56 bekannte Monde, der größte Mond, Titan, hat einen Durchmesser von 5150 km, damit ist er der zweitgrößte Mond in unserem Sonnensystem und somit auch größer als der Planet Merkur. Die Monde Telesto, Tethys und Calypso bewegen sich mit jeweils 60° Versatz auf der selben Bahn um den Saturn, genau wie die Monde Helene, Dione und Polydeuces, ebenfalls mit 60° Versatz um den Saturn.



1979 flog die erste Sonde, Pioneer 11 in 21.000 Kilometer Entfernung am Saturn vorbei, die aus heutiger Sicht primitiven technischen Mittel und der wissenschaftlichen Ausrüstung reichte es doch immerhin für über 400 Fotos und für weitere Messungen am Planeten.

Schon ein Jahr später gelangten den Raumsonden Voyager 1 und Voyager 2 erstmalige Bilder aus nächster Nähe, auf denen man sehr gut die Ringe des Saturns erkannte und deren vielen Monde.

Nach siebenjährigem Flug erreichte die Raumsonde Cassini-Huygens 2004 das Saturnsystem, 2006 gab die NASA bekannt, dass die Sonde eventuelle Wasserreservoirs ziemlich dicht unter der Oberfläche des Saturnmondes Enceladus fand.

Aufnahme des Saturns und dessen Mond Titan der Raumsonde Pioneer 11



Schon im alten Rom kannte man den Planeten und man setzte ihn mit dem römischen Gott Saturn, der Gott des Ackerbausgleich, der Name blieb bis heute erhalten.

Der berühmte Mathematiker, Physiker und Astronom Galileo Galilei erblicket Saturn zum ersten mal durch ein Teleskop im Jahre 1610. Leider war die Auflösung sehr gering, er erkannte die Ringe nicht deutlich genug und hielt sie für Trabande (Monde). 1659 gelang es Christiaan Huygens mit Hilfe eines leistungsstärkeren Teleskopes die Ringe genauer zu erkennen. Bis man feinere Ringe 1977 des Uranus und später auch welche des Jupiters und Neptuns entdeckte waren die Saturnringe einzigartig im Sonnensystem.





Quellen: www.neunplaneten.de, www.wikipedia.de, www.enterprisemission.com



Diese Seite wurde im Rahmen eines Schülerpraktikums erstellt von Filip Prskalo am 24.1.2007.