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Förderverein Hamburger Sternwarte e.V. (FHS)

Termine - Events 2015

Astronomiepark Hamburger Sternwarte




Photo: Gudrun Wolfschmidt (2014)

Hamburger Sternwarte in Bergedorf

Gojenbergsweg 112, D-21029 Hamburg
Besucherzentrum Eingang: August-Bebel-Str. 196, 21029 Hamburg
(Lageplan)
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* Vorträge * Beobachtung * Lange Nacht der Museen * Tag des offenen Denkmals *
Führungen * Inhalt der Vorträge * Rückschau *
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English: * Public Lectures * Star Gazing * Long Night of Museums * Day of the Open Monument *
Guided Tours * Abstracts of Public Lectures * Retrospect *
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Förderverein Hamburger Sternwarte in Bergedorf auf Astronomie-Nord.de

Flyer Events 2015 (PDF farbig)
- oder SW



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* Vorträge * Beobachtung * Lange Nacht der Museen * Tag des offenen Denkmals *
Führungen * Inhalt der Vorträge * Rückschau *
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  • Führungen, Beobachtungsabende, Angebote für Schulen


  • Amateurastronomie im Förderverein Hamburger Sternwarte e.V.



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    Flyer Events 2015

    Mittwochs-Vorträge (2015) um 20.00 Uhr

    3. Mittwoch im Monat in der Hamburger Sternwarte in Bergedorf,

    Besucherzentrum Eingang: August-Bebel-Str. 196, 21029 Hamburg
    organisiert von Gudrun Wolfschmidt

    Eintritt: Spende 5 €


    Zwei Bücher zum Jubiläum (2012):
    Nuncius Hamburgensis - Beiträge zur Geschichte der Naturwissenschaften


    • Band 24 (2014): Wolfschmidt, Gudrun (Hg.):
      Kometen, Sterne, Galaxien - Astronomie in der Hamburger Sternwarte.
      Zum 100jährigen Jubiläum der Hamburger Sternwarte in Bergedorf.
      Hamburg: tredition 2014. Inhalt
    • Band 29 (2013): Wolfschmidt, Gudrun (Hg.):
      Sonne, Mond und Sterne - Meilensteine der Astronomiegeschichte.
      Zum 100jährigen Jubiläum der Hamburger Sternwarte in Bergedorf.
      Hamburg: tredition 2013. Inhalt




    21. Januar 2015


    18. Februar 2015


    18. März 2015


    15. April 2015


    Lange Nacht der Museen 2015
    am Samstag, 18. April 2015, 18 bis 2 Uhr,
    Motto: Mehr Licht? - Zum Initiative der Unesco "Jahr des Lichts 2015"


    20. Mai 2015


    17. Juni 2015


    15. Juli 2015


    19. August 2015


    16. September 2015


    21. Oktober 2015


    18. November 2015 European Academic Heritage Day - Thema "Licht" 2015


    16. Dezember 2015



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    Inhaltsangabe der Vorträge

    Mittwochs-Vorträge (2015) um 20.00 Uhr
    in der Hamburger Sternwarte in Bergedorf,
    organisiert von Matthias Hünsch und Gudrun Wolfschmidt

    ab 19 Uhr sind Café und Ausstellung im neuen Besucherzentrum geöffnet!

    PDF-Files, erstellt von Frau Anette Müller



    21. Januar 2015
    Dr.cand. Dipl.-Wiss.Hist. Eike-Christian Harden (Staats- und Universitätsbibliothek Carl von Ossietzky)
    Wie Joachim Jungius zeigen wollte, dass es Entstehen und Vergehen auch jenseits des Mondes gibt

    Der Hamburger Gymnasialrektor Joachim Jungius (1587-1657) versuchte wie viele seiner Zeitgenossen, die Irrtümer der aristotelischen Naturphilosophie seiner Zeit aufzudecken. Zu diesen gehörte die Annahme, dass der Kosmos von der Sphäre des Mondes in zwei Teile getrennt sei, in denen verschiedene Gesetzmäßigkeiten gälten: Unterhalb - von der Erde gesehen 'diesseits' - des Mondes könnten Dinge entstehen und vergehen, indem die aus den vier Elementen aufgebaute Materie sich 'bewege' und dabei ihre alte Form ablegte und eine neue annehme. Jungius kritisierte diese Annahme heftig, denn sie bedeute, dass Formen - und damit 'Substanzen' - ständig aus dem Nichts entstehen und ins Nichts vergehen. Außerdem sah er keine Hinweise darauf, dass die Vier- oder die konkurrierende Drei-Elemente-Lehre irgendeine sinnvolle Handhabe zum Verständnis der Natur bot.
    Doch Jungius blieb bei seiner Kritik der 'sublunaren' Welt nicht stehen, die bisher im Zentrum der Jungius-Forschung stand, sondern er versuchte, die Grenze zwischen den beiden Welten aufzuheben und nachzuweisen, dass oberhalb oder jenseits des Mondes Veränderungen stattfinden, und zu überprüfen, ob diese sich von den Veränderungen diesseits des Mondes unterschieden. Der zweite Punkt führte Jungius auf seine leider nur unvollständig erhaltene Bewegungslehre, in der irdische und himmlische Bewegungen ('Veränderungen' in der sublunaren und 'Kreisbewegungen' der supralunaren Welt) als gleichartig behandelt werden. Der erste Punkt hingegen führte zu einer Vielzahl astronomischer und meteorologischer Forschungen, die in der Bestätigung der periodischen Helligkeitsveränderung der Mira Ceti (s. Abb.) kulminierten.



    18. Februar 2015
    Dr.cand. Elena Salvo, M.A. (Berlin, Klassische Archäologie)
    Archäoastronomie - ein noch fremdes Wort in der klassischen Archäologie?

    Es gilt als allgemein anerkannt, dass die Menschen im Altertum beobachteten den Himmel, studierten ihn und versuchten seine Zeichen zu interpretieren. Abbildungen der Gestirne und astronomischen Phänomene, die bereits von Frühzeit in zahlreichen Teilen der Welt verbreitet sind, dokumentieren ihr außergewöhnliches astronomisches Wissen. Die richtige Interpretation solcher Abbildungen bedarf eine Zusammenarbeit zwischen Geistes- und Naturwissenschaft, die heute noch nicht so leicht zu realisieren scheint. Glücklicherweise werden immer mehr interdisziplinäre Projekte und sogar interdisziplinäre Promotionsarbeiten gefördert, die neue und fruchtbare Horizonte öffnen, die wichtige Beiträge zur Kenntnis der kulturellen Evolution leisten können. Erst kürzlich wurde die römische Kultur unter archäoastronomischem Gesichtspunkt studiert. Schriftliche Tradition sowie bildliche Darstellungen und erhaltene Artefakte weisen die wesentliche Rolle der Astronomie im Alltag in der römischen Kultur, eine Welt, die noch zu erforschen ist, auf.



    18. März 2015
    Prof. Dr. Gudrun Wolfschmidt (Zentrum für Geschichte der Naturwissenschaft und Technik, Universität) und
    PD Dr. Matthias Hünsch (Förderverein Hamburger Sternwarte - FHS)
    Licht und Schatten - Sonnenfinsternisse - Kulturgeschichte, Astronomie und Beobachtung


    Antoine Caron, Sonnenfinsternis 1571. Sonnenfinsternis - totale (11.8.1999) und partielle (23.10.2014)
    Am Freitag, den 20. März 2015, findet in Hamburg eine Sonnenfinsternis (79%) statt; eine öffentliche Beobachtung auf der Sternwarte wird von 10 bis 12 Uhr angeboten.
    Dieser Vortrag präsentiert zunächst die Kulturgeschichte der Finsternisse (z.B. der Drache frißt die Sonne), gibt Beispiele historischer Finsternisse von der Antike bis in die Frühe Neuzeit (u.a. Thales, China, Maya, Inka), aber auch eine Diskussion der Darstellung von Sonnenfinsternissen in der Kunst.
    Im zweiten Teil des Vortrags werden die Entstehung, die Gesetzmäßigkeiten und die Eigenarten von Sonnenfinsternissen erläutert. Außerdem wird der Ablauf der Finsternis vom 20. März beschrieben und Hinweise zur gefahrlosen Beobachtung gegeben.



    15. April 2015
    Dr. Andreas Hänel (Planetarium im Museum am Schölerberg, Universität Osnabrück)
    Das Sternenlicht vor dem Kunstlicht retten!

    Nach der Auszeichnung der Erfindung der Weißlicht-LED mit dem Physik-Nobelpreis und im UNESCO-Jahr des Lichts ist es besonders notwendig auf die negativen Auswirkungen des übermässigen Einsatzes künstlichen Lichts hinzuweisen. Nicht nur die Sicht auf die Sterne wird gestört, sondern auch negative Auswirkungen von zuviel Kunstlicht auf das Landschaftsbild, die Natur und die menschliche Gesundheit werden deutlich. Inzwischen müssen dafür sogar Schutzgebiete geschaffen werden. Dabei ist es sehr einfach, mit etwas Überlegung verantwortungsvoll mit künstlichem Licht umzugehen und die Nacht zu schützen - dazu werden Anregungen gegeben.



    20. Mai 2015
    Dr. Wolf-Dietrich Kollmann (Förderverein Hamburger Sternwarte - FHS)
    Von der kosmischen Strahlung zum Röntgenlaser - Ein kurzer Spaziergang durch den Zoo der Elementarteilchen

    Schema der Elementarteilchen

    Noch im Jahr 1930 war die Physik in Bezug auf die "elementaren Teilchen" sehr übersichtlich. Man kannte nur drei, das Elektron, das Proton und das "Lichtteilchen" Photon. Und mehr brauchte man auch nicht, um zu erklären, wie die Materie zusammengesetzt ist.
    Durch Experimente mit der Höhenstrahlung und durch die Erzeugung neuer Objekte mit großen Teilchenbeschleunigern fand man im Laufe der Zeit immer neue, teilweise "seltsame" (= strange) Teilchen. Der Teilchenzoo hatte schließlich über 300 Mitglieder und es wurde immer schwieriger, den Überblick zu behalten.

    Erst die Formulierung der Theorie der Quarks in der sechziger Jahren des vorigen Jahrhunderts machte es einfach, Ordnung zu schaffen. Nach heutiger Sicht gibt es zwei "Familien" elementarer Teilchen, die Quarks und die Leptonen, und jede Familie hat sechs Mitglieder. Hinzu kommen noch die Feldquanten der elementaren Kraftfelder.
    Noch größere Beschleunigeranlagen, um weitere Teilchen zu finden, wird man wohl nicht bauen. Viele der vorhandenen Beschleuniger werden umgerüstet, um sehr helle "Lampen" für Synchrotronstrahlung und für Laserlicht im Röntgenbereich zu bekommen.



    17. Juni 2015
    Prof. Dr. Marcus Brüggen (Hamburger Sternwarte, Universität Hamburg)
    Das Square Kilometre Array - der Bau des größten Teleskops der Welt


    Das Square Kilometre Array (SKA) ist ein internationales Großprojekt, das den Bau eines riesigen Radioobservatoriums in Südafrika und Australien vorantreibt. Dieses Teleskop mit einer gesamten Auffangfläche von mehr als einem Quadratkilometer (eine Million Quadratmetern) wird den Himmel in fast allen Radiobändern (70 MHz - 10 GHz) untersuchen. Die erste Phase des Projekts soll 2019 beginnen und eine zweite Ausbaustufe soll ein paar Jahre später folgen.
    Das SKA ist ein Teleskop, das ideal für die Durchmusterung des Himmel ist. Mit seiner enormen Empfindlichkeit wird es eine neue Epoche in der Astronomie begründen. So wird es die Ursprünge kosmischer Magnetfelder ergründen, Gravitationswellen aufspüren, die Verteilung des neutralen Wasserstoffs kartieren und die Signaturen der ersten Sterne und Galaxien im Universum entdecken. Die technologischen Herausforderungen sind enorm, insbesondere was die Logistik, die Versorgung mit Energie in entlegenden Ecken der Welt sowie die Verarbeitung von Daten angeht. So wird das SKA mehr Daten produzieren als die Menschheit bislang insgesamt aufgezeichnet hat. Die Verarbeitung und Archivierung von solch großen Datenmengen wird enorme Anstrengungen beim Design von Hard- und Software erfordern und macht das Projekt zu einem der zukunftsorientiertesten Wissenschaftsprojekten dieser Zeit.



    15. Juli 2015
    PD Dr. Matthias Hünsch (Förderverein Hamburger Sternwarte - FHS)
    Transneptunische Objekte - Eisige Welten am Rande unseres Sonnensystems


    Nach der Entdeckung des Pluto im Jahre 1930 bildete dieser jahrzehntelang den äußeren Abschluss des Sonnensystems, wenn man einmal von den Kometen absieht. 1977 fand man das zunächst als Kleinplanet eingestufte Objekt Chiron, dessen Umlaufbahn sich bis zum Uranus erstreckt - ein erster Hinweis darauf, dass sich in den Außenbezirken des Sonnensystems möglicherweise weitere kleine, schwierig zu entdeckende Himmelkörper aufhalten könnten. Als Folge systematischer Suchprogramme sind dann seit den 1990er Jahren einige hundert weitere Objekte entdeckt worden, die sich größenteils auf Bahnen jenseits des Neptun um die Sonne bewegen. Einige von ihnen sind von der Größe her mit Pluto vergleichbar oder übertreffen ihn sogar. Dies führte zu einer Neudefinition der Kriterien für die Einteilung Planet-Zwergplanet-Kleinplanet, in deren Folge der Pluto seinen Planetenstatus verlor.
    Im Vortrag wird die überraschende Vielfalt dieser fernen Objekte des Sonnensystems näher beleuchtet, die so eigenartige Objekte wie die Plutinos, die Zentauren, die Cubewanos oder das mysteriöse Objekt Sedna in bis zu 20-facher Entfernung des Pluto von der Sonne umfasst. Auch die Geschichte des Pluto wird behandelt, der im Sommer 2015 erstmals Besuch von einer Raumsonde bekommen wird.



    19. August 2015
    Dr. David Walker
    (Sternwarte Lübeck)
    50 Jahre kosmische Hintergrundstrahlung - das entfernteste beobachtbare Objekt


    Temperatur-Fluktuationen vom Cosmic Microwave Background (CMB) Strahlungsspektrum,
    aufgenommen mit dem Satelliten COBE, 1990-1992 (NASA)
    Jeder Blick in die Ferne ist ein Blick in die Vergangenheit. In das Weltall kann man daher, theoretisch, so tief hineinschauen, bis man es im Stadium des Urknalls sieht. Dies ist leider nicht ganz möglich, da das All während der ersten 250.000 Jahre seiner Existenz von einem undurchsichtigen heißen Gas erfüllt war. Die Strahlung dieses Gases wurde 1965 per Zufall von Penzias und Wilson entdeckt. Schon 1949 war sie von Gamow vorhergesagt worden. Es handelt sich um eine Stütze der Urknalltheorie und zugleich um das entfernteste Objekt, das beobachtbar ist.



    16. September 2015
    André Wulff
    (Gesellschaft für volkstümliche Astronomie Hamburg e.V. - GvA)
    Mission ROSETTA, ein Komet zum Greifen nah


    Philae Lander der Raumsonde Rosetta, die am 12. November 2014 auf dem Kometen 67P/Tschurjumow-Gerassimenko gelandet ist.
    (Wikipedia)
    Eine rund 10 Jahre dauernde Reise durch unser Sonnensystem hat ein glückliches Ende gefunden. Die Kometenmission ROSETTA brachte und bringt uns neue Erkenntnisse zur Urmaterie unseres Sonnensystems. Gleichzeitig erreichen uns atemberaubende Bilder eines Himmelskörpers, der früher als Unglücksbote galt. Die Mission ROSETTA ist schon jetzt ein voller Erfolg und soll mit diesem Vortrag einmal genauer beleuchtet werden. Tauchen Sie ein in eine Welt aus den Anfängen unserer Sonnensystems und lassen Sie sich von dieser Welt beeindrucken.



    21. Oktober 2015
    Dr. Ernst-Reinhold Mewes (Schleswig)
    Zeitanzeige an astronomischen Monumentaluhren des Mittelalters

    Astronomische Uhren: St. Nikolai-Kirche zu Stralsund und im St. Paulus Dom in Münster
    (Wikipedia)
    Kalenderscheibe der Astronomischen Uhr Rostock
    Foto: E. Reinhardt
    Dieser Vortrag handelt von den mechanischen astronomischen Uhren im Münster von Bad Doberan aus dem Jahr 1390, in der St. Nikolai-Kirche zu Stralsund aus dem Jahr 1394 und im Dom zu Münster/Westfalen, deren erste Version aus dem Jahre 1408 stammt. Diese zentral in Kirchen aufgestellten Uhren konnten nicht Zeitanzeigeinstrumente zur Organisation des täglichen Lebens sein. Statt dessen stellten die astrolabischen Uhrenscheiben zusammen mit dem Kalendarium und dem Figurenumlauf Modelle der göttlichen Weltordnung dar.
    Die sehr komplexen Ziffernblätter dieser Uhren zeigen nicht nur den Sonnenauf- und -untergang an, sondern auch die so genannten Temporalstunden, bei denen die Zeitspanne des hellen Tages und der Dunkelheit in jeweils zwölf gleiche Teile geteilt wird, so dass nur zu den Äquinoktien die temporalen Tagesstunden genau so lang wie die zugehörigen Nachtstunden sind. Zusätzlich können am Doberaner Ziffernblatt der Beginn und das Ende der nautischen Dämmerung abgelesen werden. All diese Größen hängen von der geografischen Breite des Uhrenstandorts und von der Stellung der Sonne im Tierkreis ab.
    Die Lineatur der Uhrenscheibe von Stralsund wurde mit modernen mathematischen und technischen Hilfsmitteln berechnet und gezeichnet. Der Vergleich dieser neu berechneten Uhrenscheibe mit dem Original zeigt das hohe Maß an Genauigkeit, das die Uhrmacher des 14. Jahrhunderts erreicht hatten. Die Uhr von Stralsund steht seit 500 Jahren still. Durch den Einsatz professioneller Grafiksoftware ist es möglich, der historischen Uhr aus vergangenen Jahrhunderten "zeitraffend" neues Leben einzuhauchen.



    18. November 2015
    Dr. Uwe Wolter (Hamburger Sternwarte)
    Wie Sterne wirklich aussehen


    Doppler Karten des sehr aktiven Sterns BO Mic ('Speedy Mic') bei unterschiedlichen Rotationsphasen. (© ESO)
    Durch die Farben schwarz, dunkel und orange ist die Bedeckung mit Flecken gekennzeichnet (100%, 67% und 33%).
    Der blaue Kreis zeigt ein Flare im Oktober 2006, beobachtet mit dem VLT (ESO) und dem XMM-Newton-Satelliten (ESA).
    (© ESO)
    Die Sonne ist ein recht durchschnittlicher Stern. Doch ist nur sie nahe genug an der Erde, um direkt genaue Bilder von ihrer Oberfläche zu gewinnen. Daher wissen wir, dass die Sonnenoberfläche in ständiger heftiger Bewegung ist und z.B. gelegentlich große dunkle Flecken aufweist. Wie sehen andere Sterne aus? Und woher wissen wir das? Darum geht es in diesem Vortrag.



    16. Dezember 2015
    Prof. Dr. Jürgen Schmitt (Hamburger Sternwarte, Universität Hamburg)
    50 Jahre Röntgenastronomie: Das Universum entfaltet sich in neuem Licht


    Röntgenstrahlung vom Mond, entdeckt mit Rosat (29. Juni 1990) - © MPE
    Im Jahr 1962 fand der berühmte Aerobee-Raketenflug statt, der zur Entdeckung der ersten Röntgenquellen außerhalb des Sonnensystems führte. Seitdem hat sich die Röntgenastronomie zu einem integralen Bestandteil der Astrophysik entwickelt, und die meisten astrophysikalischen Objekte von Kometen bis hin zu entfernten Galaxienhaufen strahlen im Röntgenbereich.
    Im Vortrag werde ich die Entwicklung der Röntgenastronomie in den letzten fünfzig Jahren skizzieren mit dem Schwerpunkt auf den Röntgeneigenschaften der Sonne und sonnenähnlicher Sterne sowie die Perspektiven der Röntgenastronomie für die nächste Dekade skizzieren.



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    Winter 2015/16 FERNSICHT - Sterne zum Greifen nah

    Wollten Sie schon immer einmal durch ein starkes Teleskop einen tiefen Blick in das Universum werfen? Wollen Sie Mondkrater, Planetendetails, farbenprächtige Doppelsterne, chaotische Sternengeburtsstätten und Millionen Lichtjahre entfernte Galaxien mit eigenen Augen sehen? Wollen Sie den echten Sternhimmel live und in Farbe erleben?
    Dann kommen Sie zu ,,Fernsicht'', den öffentlichen Beobachtungsabenden auf der Hamburger Sternwarte. Je nach Verfügbarkeit und Objekten wird der Große Refraktor, der 1m-Spiegel, das Lippert-Teleskop oder das altehrwürdige Äquatorial eingesetzt.

    Beobachtungsabende im Winterhalbjahr jeweils am 1. Mittwoch im Monat
    19 Uhr: Führung durch die Sternwarte (auch bei schlechtem Wetter)
    20 Uhr: Beobachtung an den Teleskopen (nur bei klarem Himmel)

    Einteilung der Zuständigkeit

    - Teleskop 1Assistent 1Teleskop 2Assistent 2
    7. Januar 2015 Wolf-Dietrich KollmannLars Hjetting Reserve: Rüdiger HeinsWerner Mecke
    4. Februar 2015 Jan SoetebierMarc Wiekhorst Reserve: Matthias HünschOliver Zwörner
    4. März 2015 Matthias HünschLars Hjetting Reserve: Wolf-Dietrich KollmannMarc Wiekhorst
    1. April 2015 Oliver ZwörnerRolf Kühnemund Reserve: Wolf-Dietrich KollmannRüdiger Heins

    - Teleskop 1Assistent 1 Teleskop 2Assistent 2
    7. Oktober 2015 Jan SoetebierRolf Kühnemund Werner MeckeMarc Wiekhorst
    4. November 2015 Wolf-Dietrich KollmannLars Hjetting Jan SoetebierWerner Mecke
    2. Dezember 2015 Matthias HünschMarc Wiekhorst Wolf-Dietrich KollmannRüdiger Heins

    - Teleskop 1Assistent 1 Teleskop 2Assistent 2
    6. Januar 2016 Rüdiger HeinsWerner Mecke Matthias HünschRolf Kühnemund
    3. Februar 2016 Wolf-Dietrich KollmannMarc Wiekhorst Rüdiger HeinsRolf Kühnemund
    2. März 2016 Matthias HünschLars Hjetting Wolf-Dietrich KollmannWerner Mecke
    6. April 2016 Jan SoetebierRüdiger Heins Matthias HünschLars Hjetting


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    Rückschau: Frühere Vorträge und Aktivitäten

    2000 EXPO 2000-Vorträge, 2001, 2002, 2003, 2004 (Venustransit, 8. Juni 2004), 2005,

    2006, 2007, 2008 (ICOMOS Symposium 2008), 2009 Jahr der Astronomie, 2010,

    2011, 2012 Jubiläumsjahr 2012 - 100 Jahre Hamburger Sternwarte in Bergedorf, 2013, 2014


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    Hinweis: Die historischen Gebäude der Sternwarte sind leider nicht behindertengerecht,
    und eine behindertengerechte Toilette ist ebenfalls nicht vorhanden.


    Die Sternwarte kann folgendermaßen erreicht werden: Lageplan



    Flyer FHS

    Ansprechpartnerin: Gudrun Wolfschmidt
    Vorsitzende des Fördervereins Hamburger Sternwarte e.V.
    Tel.: 42838-5262, Fax: 040-42838-9132

    GNTZentrum für Geschichte der Naturwissenschaft und Technik,
    Hamburger Sternwarte Universität Hamburg uhh_rot

    Stand: 25. Nov. 2015.