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Förderverein Hamburger Sternwarte e.V. (FHS)

Termine - Events 2013

Astronomiepark Hamburger Sternwarte




Photo: Gudrun Wolfschmidt

Hamburger Sternwarte in Bergedorf

Gojenbergsweg 112, D-21029 Hamburg
(Lageplan)
Förderverein Hamburger Sternwarte in Bergedorf auf Astronomie-Nord.de



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* Vorträge * Beobachtung * Lange Nacht der Museen * Tag des offenen Denkmals *
Führungen * Inhalt der Vorträge * Rückschau *
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Flyer Events 2013

Mittwochs-Vorträge (2013) um 20.00 Uhr

3. Mittwoch im Monat (im Sommer zusätzliche Termine)
in der Hamburger Sternwarte in Bergedorf,
organisiert von Gudrun Wolfschmidt und Matthias Hünsch

Eintritt: Spende 5 €

Nach dem Vortrag:

kurze Sternwarten-Führung oder Beobachtung
(je nach Wetter und Jahreszeit)

Zwei Bücher zum Jubiläum (2012):
Nuncius Hamburgensis - Beiträge zur Geschichte der Naturwissenschaften

  • Band 24 (2014): Wolfschmidt, Gudrun (Hg.):
    Kometen, Sterne, Galaxien - Astronomie in der Hamburger Sternwarte.
    Zum 100jährigen Jubiläum der Hamburger Sternwarte in Bergedorf.
    Hamburg: tredition 2014. Inhalt
  • Band 29 (2013): Wolfschmidt, Gudrun (Hg.):
    Sonne, Mond und Sterne - Meilensteine der Astronomiegeschichte.
    Zum 100jährigen Jubiläum der Hamburger Sternwarte in Bergedorf.
    Hamburg: tredition 2013. Inhalt



16. Januar 2013


30. Januar 2013, 16 Uhr, Bibliothek


20. Februar 2013


20. März 2013


3. April 2013


10. April 2013


Lange Nacht der Museen 2013
am Samstag, 13. April 2013, 18 bis 2 Uhr,
Motto: Sternstunden - Sanierung und Restaurierung


17. April 2013


1.5.2013 - kein Vortrag (FHS Neuwerk)


15. Mai 2013


5. Juni 2013


19. Juni 2013


3. Juli 2013


17. Juli 2013


21. August 2013


18. September 2013


16. Oktober 2013


20. November 2013


18. Dezember 2013



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Inhaltsangabe der Vorträge

Mittwochs-Vorträge (2013) um 20.00 Uhr
in der Hamburger Sternwarte in Bergedorf,
organisiert von Matthias Hünsch und Gudrun Wolfschmidt

ab 19 Uhr sind Café und Ausstellung im neuen Besucherzentrum geöffnet!

PDF-Files, erstellt von Frau Anette Müller



16. Januar 2013
Michael J. Sauter, PhD (Zentrum für Geschichte der Naturwissenschaft und Technik, Universität Hamburg,
División de Historia, Centro de Investigación y Docencia Económicas, México)
Uhrwächter und Sterngucker im 18. Jahrhundert


Uhr an der Michaeliskirche und an der Börse in Hamburg
Moderne Zeitdisziplin entstand während des 18. Jahrhunderts, mit einer Richtungsänderung in der öffentlichen Disziplin. Die frühneuzeitliche Stadt Berlin ist hier die Fallstudie für diese Diskussion, die argumentieren wird, dass vor 1800 die Menschen ihre Uhren disziplinierten, und nach 1800 die Uhren die Menschen. Diese Umkehrung war das Produkt von vier frühneuzeitliche Phänomene:
1) das Fortschreiten in der Technik der Uhrmacherei;
2) das Auftreten einer neuen Öffentlichkeit, die auf Publizistik basiert war;
3) die Schaffung von neuen öffentlichen Räumen innerhalb der Stadt, und
4) der erfolgreiche Anspruch von Astronomen auf Kontrolle über das natürliche Wissen in der Öffentlichkeit.
Dieser Vortrag schließt mit der Beobachtung, dass die Umstellung auf moderne Zeitdisziplin das Produkt einer komplizierten Reihe von Veränderungen im frühneuzeitlichen Wissen war.
Englischer Abstract:
Modern "time discipline" emerged during the eighteenth century with a change in discipline's direction. Using early-modern Berlin as a case study, this talk will argue that before 1800 people disciplined clocks, after 1800 clocks disciplined people. The reversal was the product of four eighteenth-century phenomena:
1) the advance of clock making techniques;
2) the appearance of a print public sphere;
3) the creation of urban public spaces; and
4) early-modern astronomy's successful claim to control over its area of natural knowledge.
This talk then concludes with the general observation that the shift to modern time discipline was the product of a complicated series of changes in early-modern Europe, including especially a change in how Europeans produced and ratified knowledge about the world.



30. Januar 2013
Dr. Erik Høg (Niels Bohr Institute, Copenhagen University, Denmark)
Astrometry 1960-1980: from Hamburg to Hipparcos


The photoelectric Hamburg meridian circle in 1966
(copyright Hamburg Observatory).
The instrument achieved unique accuracy and efficiency for its time. It was semi automatic with manual setting of the telescope and digital recording on 8-channel punched tape of star observation and circle readings. The five years 1967-1972 in Perth, Western Australia, gave the Perth 70 catalogue of positions of 24,900 stars based on over 400 nights with observations of typically 220 program stars and 40 FK4 reference stars, in addition to observations of nadir and meridian marks.
An astrometric experiment in Copenhagen in 1925 led to the Hipparcos and Gaia space astrometry missions. Astrophysicists need accurate positions, distances and motions of stars in order to understand the evolution of stars and the universe. Astrometry provides such information, but this old branch of astronomy was facing extinction during much of the 20th century in the competition with astrophysics. The direction forward was shown by observations at the Copenhagen Observatory in 1925 with a new technique: photoelectric astrometry. Digital techniques were introduced in photoelectric astrometry at the Hamburg Observatory in the 1960s by the present author. This development paved the way for space technology as pioneered in France and implemented in the European satellite Hipparcos approved in 1980.



20. Februar 2013
Dr. Wolf-Dietrich Kollmann (Förderverein Hamburger Sternwarte - FHS)
Planetensystem - Ungeklärte Fragen und neue Erkenntnisse


Links: Sonne vom Planetenweg in der Hamburger Sternwarte (Foto: G. Wolfschmidt) -
Rechts: Position des transneptunischen Objekts Sedna innerhalb des Sonnensystems
(© NASA / JPL-Caltech / R. Hurt)
Der Planetenpfad, den der Förderverein Hamburger Sternwarte (FHS) auf dem Gelände der Sternwarte aufgestellt hat, gibt den Anlass, unser Sonnensystem zum Thema dieses Vortrages zu machen. Die Besonderheiten des Planetenpfades werden kurz vorgestellt.
Die Modelle, die herangezogen werden, um die Entstehung und Entwicklung des Sonnensystems zu erklären, werden besprochen. Die Energieerzeugung im Kern der Sonne ist gut verstanden, erfordert aber eine aufwändige Beachtung der "modernen Physik". Der Energietransport vom Kern zur Sonnenoberfläche ist weiterhin ein wichtiges Thema der modernen Astrophysik.
Ein Gang durch die Familie der Planeten liefert noch einige Überraschungen, besonders bei einigen der vielen Monde. Es wird vorgestellt, welche Experimente und Missionen unternommen worden sind, um eventuell die Anzahl der Planeten noch zu vergrößern, und zwar einerseits um einen Planeten innerhalb der Merkurbahn und andererseits um weitere Planeten oder Kleinplaneten jenseits von Pluto.



20. März 2013
André Wulff (Hamburg)
Kometenbeobachtung - damals und heute


Links: Komet Lovejoy (2011)
Rechts: Komet 73P/Schwassman-Wachmann 3 - IR-Aufnahme vom Zerfall (1995), Spitzer Space Telescope (NASA)
NASA/JPL-Caltech/W. Reach (SSC/Caltech)
Früher galten Kometen als Unglücksboten, heute sind sie hoch interessante Forschungsobjekte. Sie sind die Urmaterie unseres Sonnensystems und können daher helfen, die noch offenen Fragen zur Entstehung unseres Sonnensystems zu beantworten.
Auch an der Hamburger Sternwarte wurden früher Kometen entdeckt und beobachtet. In diesem Zusammenhang fallen einem Namen wie Schwassmann, Wachmann, Beyer und Kohoutek ein.
Aktuell werden Kometen mit lichtstarken automatisierten Teleskopen entdeckt und verfolgt. Heutzutage ist die Kometenforschung aber längst nicht mehr nur auf erdgebundene Beobachtungen angewiesen, sondern man besucht die Wanderer im Sonnensystem auch mit Raumsonden. Aktuell besteht für das Jahr 2013 die seltene Chance auf zwei mit dem bloßen Auge sichtbare Kometen. Im Alltag der Kometenbeobachtung hat man es sonst eher mit sehr lichtschwachen Objekten zu tun. Laien verwechseln oft Meteore mit Kometen. Trotzdem haben diese beiden Himmelserscheinungen mehr miteinander zu tun als man denkt. Tauchen Sie mit ein in die geheimnisvolle Welt der Schweifsterne und lassen Sie sich all diese Fakten näher bringen.



3. April 2013
Carsten Busch (Zentrum für Geschichte der Naturwissenschaft und Technik, Universität Hamburg)
0,000.000.000.001 Sekunden nach dem Urknall - Das "schöpferische" Higgsteilchen


Arbeiten am ATLAS-Detektor (CERN)
Am 4. Juli 2013 wurde am internationalen Elementarteilchenforschungszentrum CERN bei Genf die Entdeckung eines neuen Elementarteilchens bekanntgegeben, das ca. 130mal so schwer wie ein Proton ist. Auch wenn man offiziell noch vorsichtig von "Higgs-ähnlichem Teilchen" spricht, gehen die meisten Teilchenphysiker davon aus, dass damit endlich das seit fast 50 Jahren gesuchte Higgsteilchen entdeckt wurde.
Der Vortrag beschreibt allgemeinverständlich, welche Rolle der sogenannte Higgs-Mechanismus im historisch gewachsenen Ideengebäude der Physik spielt, wie es zur Entdeckung des Higgsteilchens kam und warum das uns bekannte Universum - einschließlich Galaxien, Sternen, Leben und Bewusstsein - ohne das Higgsfeld wahrscheinlich nicht existieren würde.



10. April 2013
PD Dr. Cornelia Lüdecke
(Universität München)
Die Venustransits 1874 und 1882 als Trigger für die deutsche Polarforschung


Station auf Süd-Georgien, 1882-1883 (Ambronn 1887)
Georg von Neumayer, Promotor der deutschen Südpolarforschung, machte sich die Bedürfnisse der Astronomen zu Nutze, als er zur Beobachtung des Venustransits am 9.12.1874 für eine Expedition zu den Kerguelen im Südindischen Ozean plädierte. Er konnte erreichen, dass die S.M. Korvette "Gazelle" während ihrer Weltumsegelung dort für vier Monate eine wissenschaftliche Station unterhielt. Diese Untersuchungen sollten Neumayer die Basis für ein weiteres Vordringen nach Süden liefern. Während des Internationalen Polarjahres (1882-1883) setzt er ebenfalls durch, dass neben dem Stationsnetz um die Arktis auch eine Station auf Südgeorgien eingerichtet wurde, denn dort könne der Venustransit am 6.12.1882 vollständig beobachtet werden. Beide Expeditionen waren ein Erfolg. Die während der Aufenthalte gewonnenen meteorologischen Daten gingen in viele Bücher zur Klimatologie ein. Schließlich drang die erste deutsche Südpolarexpedition (1901-1903) über die Kerguelen nach Süden vor und entdeckte am Südpolarkreis Kaiser Wilhelm II Land.



17. April 2013
Prof. Dr. Peter Hauschildt (Hamburger Sternwarte, Universität Hamburg)
Klima auf Sternen und Planeten

Visualisierung eines kleines Teiles der Sonnenoberfläche.
Die Farben stehen für verschiedene Lichtwellenlängen,
die die Struktur dieses Teils der Sonnenoberfläche aufzeigen.

Visualisierung der Atmosphäre eines stark bestrahlten Exo-Planeten (Jupiter-Klasse).
Die Farben stehen für Licht mit 1 (blau), 2 (grün) und 3 (rot) mikro-meter Wellenlänge.
Die Simulation umfasst die gesamte Atmosphäre des Planeten.

Diese Simulationen wurden (jeweils auf bis zu 4096 CPUs auf dem Supercomputer
des Höchstleistungsrechenzentrums Nord (HLRN)
für ca. 36 Stunden gerechnet (ca. 16,8 Jahre Rechenzeit)

So wie die Atmosphäre der Erde, haben auch Sterne und Exo-Planeten Atmosphären. In diesen herrschen allerdings vollkommen andere Bedingungen wie in der Erdatmosphäre: Die Temperaturen und Druecke sind sehr unterschiedlich und auch die chemische Zusammensetzung ist kaum mit der der Erdatmoshäre zu vergleichen. Es gelten aber die selben physikalischen Gesetze wie auf der Erde und daher können wir das "Klima" auf Sternen und Exo-Planeten auch mit ähnlichen Methoden simulieren. Durch den Vergleich mit Beobachtungen lassen sich dann Rückschlüsse auf die physikalischen und chemischen Bedingungen ziehen, ohne das wir jemals direkte Messungen machen können. Im Vortrag werde ich beschreiben wie wir das machen und was man alles daraus lernen kann, wo die Gemeinsamkeiten und die Unterschiede zu irdischen Klimamodellen liegen.



15. Mai 2013
Prof. Dr. Robi Banerjee
(Hamburger Sternwarte, Universität Hamburg)
Wie entstehen Sterne?


Simulation eines großen Sternentstehungsgebiets:
Supernoavae, haben bereits ihren 'Eindruck' im interstellaren Gas hinterlassen.

Aufnahme eines typischen Sternentstehungsgebiets in unserser Milchstraße:
Ein dichtes Gemisch aus Gas und Staub aus dem Sterne geboren werden. Zu sehen ist ein Teil des Rosettennebels.
Sterne am Nachthimmel sind eine vertraute Erscheinung. Aber dass diese Lichterscheinungen kommen und gehen, ist nur den wenigsten bewusst. Die Entstehung von Sternen basiert auf einem komplexen Zusammenspiel unterschiedlichster physikalischer und chemischer Prozesse, die man mit Hilfe von Computersimulationen versucht zu verstehen.
In diesem Vortrag werden wir den Gründen nachgehen, warum, wie und wo es zur Sternen in unserer Milchstraße entstehen.



5. Juni 2013
Prof. Dr. Marcus Brüggen
(Hamburger Sternwarte, Universität Hamburg)
Auf der Suche nach der dunklen Materie


Dunkle Materie wurde zuerst in Galaxienhaufen vermutet. Fritz Zwicky hat aus Beobachtungen geschlossen, dass große Mengen unsichtbarer Materie im Coma Haufen verborgen sein müssen. Auch heute noch spielen Galaxienhaufen eine große Rolle bei der Suche nach dunkler Materie. In diesem Vortrag werden verschiedene Methoden zum Nachweis dunkler Materie vorgestellt. Die besonderen Eigenschaften von Galaxienhaufen werden erläutert und die vielfältigen Beobachtungsmethoden vorgestellt mit denen Galaxienhaufen "durchleuchtet" werden. Mit Hilfe von Radiotelekopen, Röntgenteleskopen, Submillimeter- und optischen Teleskopen werden wir in den nächsten Jahren wertvolle Erkenntnisse über die Eigenschaften von dunkler Materie gewinnen.





19. Juni 2013
Prof. Dr. Jürgen Schmitt (Hamburger Sternwarte, Universität Hamburg)
50 Jahre Röntgenastronomie: Das Universum entfaltet sich in neuem Licht


Röntgenstrahlung vom Mond, entdeckt mit Rosat (29. Juni 1990) - © MPE
Im Jahr 1962 fand der berühmte Aerobee-Raketenflug statt, der zur Entdeckung der ersten Röntgenquellen außerhalb des Sonnensystems führte. Seitdem hat sich die Röntgenastronomie zu einem integralen Bestandteil der Astrophysik entwickelt, und die meisten astrophysikalischen Objekte von Kometen bis hin zu entfernten Galaxienhaufen strahlen im Röntgenbereich.
Im Vortrag werde ich die Entwicklung der Röntgenastronomie in den letzten fünfzig Jahren skizzieren mit dem Schwerpunkt auf den Röntgeneigenschaften der Sonne und sonnenähnlicher Sterne sowie die Perspektiven der Röntgenastronomie für die nächste Dekade skizzieren.



3. Juli 2013
Prof. Dr. Silke Ackermann
(Hochschule Schwerin - Baltic College, University of Applied Sciences, Schwerin)
Wissenschaft im Dienst der Religion - Astronomie in der islamischen Welt


Astronomen um Taqī al-Dīn bei der Arbeit im Observatorium von Istanbul
(© Ms. Istanbul Universitätsbibliothek F 1404, fol. 57a)
Sternnamen arabischen Ursprungs, faszinierende Instrumente mit kaum auszusprechenden Namen, astronomische Handschriften voller Tabellen und Berechnungen - auf die eine oder andere Art sind die meisten Menschen der "arabischen Wissenschaft" schon einmal begegnet. Aber was hat das alles mit Religion zu tun? Und warum waren "die Araber" so ungemein fortschrittlich in dem was sie taten? Und was ist eigentlich "islamische Wissenschaft"?



17. Juli 2013
Manfred Holl (Hamburg)
Die Sonne im Jahr ihres (voraussichtlichen) Maximums


Links: Große Fleckengruppe AR 11654 im Weißlicht - Rechts: Gesamtaufnahme der Sonne in H-Alpha
(Foto: Erich Kopowski, Recklinghausen, beide Fotos vom 12. Januar 2013)


Prognose der Zahl der Sonnenflecken
Quelle:
http://solarscience.msfc.nasa.gov/predict.shtml
Nach einem langen und tiefen Minimum, das im Dezember 2008 erreicht wurde, ging es bisher nur sehr zögerlich mit der Sonnenaktivität voran. Das bereits für 2012 prognostizierte Maximum des derzeitigen 24. Sonnenfleckenzyklus musste wegen zu geringer Sonnenaktivität immer weiter nach hinten verschoben werden. Derzeit (Mitte Januar 2013) wird es für Ende dieses oder Anfang des kommenden Jahres erwartet. Ob die im Januar merklich angezogene Aktivität diesen Zeitraum zu beeinflussen vermochte und welche Phänomene man erwarten kann, darüber soll im Vortrag die Rede sein.



21. August 2013
Dr. David Walker (Sternwarte Lübeck)
Supernovae: Sternexplosionen und Grundlage des Lebens


Links: Krebsnebel M 1, Rest der Supernova (1054), aufgenommen mit dem HST (NASA)
Mitte: Rest von Keplers Supernova (1604), zusammengesetztes Bild aus Röntgen-, optischen und IR-Beobachtungen (NASA)
Rechts: Supernova 1987a in der Großen Magellanschen Wolke (NASA)
Supernovae sind gewaltige Sternexplosionen. Alle massereichen Sterne beenden ihr Leben in dieser Weise und, unter bestimmten Umständen, sogar sonnenähnliche Sterne. Da man die Helligkeiten bestimmter Supernovae recht genau kennt, konnte man mit ihrer Hilfe das Weltall über Milliarden von Lichtjahren hinweg vermessen. Auch die Entwicklung von Leben wäre ohne Supernovae nicht möglich gewesen, da sie das Weltall mit den Elementen anreichern, die für organisches Leben nötig sind.



18. September 2013
Dipl.-Ing. Martina Schirmacher und Rainer Gillmann (Hamburg)
Namibia - der Weg zu den Sternen


Oben: Dobsonautin, Unten links und rechts: Köcherbaum, Hoba-Meteorit
In diesem Vortrag erfahren Sie, warum so viele vom deutschen Wetter gebeutelte Amateurastronomen nach Namibia fahren, unter welchen Bedingungen dort astronomisch beobachtet werden kann, auf welche Infrastruktur Amateurastronomen dort zurückgreifen können, welche herrlichen Objekte beobachtet werden können und - nicht zuletzt - mit welchen Attraktionen die Geologie, die Pflanzen- und die Tierwelt Namibias uns noch begeistert hat.



16. Oktober 2013
Marc Wiekhorst (Hamburg)
Meteoriten - Geschosse aus dem All


Oben links: Ein Bolide am 11.10.2008 (Foto: Howard Edin, Oklahoma City Astronomy Club)
Oben rechts: Ein frischer Meteorit aus Afrika (Foto: Janina Wiekhorst)
Unten: Meteoritenkrater in Arizona (Foto: Ralf Lukovic)
Die meisten Meteoriten kommen aus dem Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter. Dort kreisen Milliarden von Gesteinsbrocken aus der Anfangszeit unseres Sonnensystems. Sie gehören zu den ältesten Objekten. Stossen sie zusammen, werden sie aus ihrer Bahn geworfen und verschwinden im All. Oder sie nehmen Kurs Richtung Erde, Mond oder Mars, von denen sie angezogen werden. Mit hohen Geschwindigkeiten rasen die Irrläufer in die irdische Atmosphäre und verglühen in den oberen Sphären, die grös­seren Brocken fallen zu Boden und hinterlassen, wenn sie gross und schwer genug sind, einen Krater.



20. November 2013
Rahlf Hansen (Hamburg, Planetarium)
Faszination Finsternisse - von der Ergriffenheit zum Begreifen


Links: Ablauf einer teilweisen Mondfinsternis (Komposit) Rechts: Diamantring-Effekt bei einer Sonnenfinsternis
Beide Fotos: © Rahlf Hansen
Schon eine Mondfinsternis zu erleben ist beeindruckend. Das seltene Schauspiel einer totalen Sonnenfinsternis kann man nur als ergreifend bezeichnen. Fotos können davon nur einen schwachen Abglanz liefern, aber doch den Ablauf und die Phänomene veranschaulichen. Doch in der Geschichte haben Finsternisse über ihre Faszination hinaus auch eine bedeutende Rolle gespielt. Der erste griechische Philosoph, Thales von Milet, hat eine totale Sonnenfinsternis vorhergesagt und damit seine Zeitgenossen tief beeindruckt. Wie konnte Thales diese Vorhersage treffen? War es einfach Glück? Oder konnte er auf erstaunlich fortschrittliches astronomisches Wissen zurück greifen?
Hier soll nicht dem standardmäßigen Pfad - der babylonischen Astronomie - gefolgt werden, sondern einer Alternative. Ausgehend von dem Berliner Goldhut wird gezeigt, wie um 1000 v. Chr. in Mitteleuropa mit einfachen Mitteln, aber geschickten Methoden, den Rhythmen der Zeit nachgespürt wurde. Mit Hilfe der Beobachtung von Mondfinsternissen wurde der Kalender verbessert und die Möglichkeit geschaffen Mondfinsternisse zu prognostizieren. Wendet man dieses Wissen geschickt an, könnte man sogar - grob - den Ort von Sonnenfinsternissen vorhersagen. Es wird gezeigt wie eine Sonnenfinsternis in Nordeuropa gepaart mit dem Wissen der mitteleuropäischen Astronomen die Vorhersage der Thalesfinsternis ermöglicht haben könnte. So spannt sich ein Bogen von der bronzezeitlichen Astronomie in Mitteleuropa zu dem Beginn der Philosophie der Griechen - vom Staunen zum Begreifen.



18. Dezember 2013
Dipl. Wiss-Hist., Dipl.Phys. Susanne M. Hoffmann
(Berlin)
Die Weisen aus dem Morgenlande - Babylonische Astronomie


Die drei Weisen sind unterwegs
,,Als Jesus geboren wurde, kamen Weise aus dem Morgenlande und sprachen: ... wir haben einen Stern gesehen ..."

Solche Worte hören wir jedes Jahr in allen Kirchen weltweit in der Weihnachtsgeschichte. Ob das nun wahr ist oder eine frühe PR-Maßnahme fürs Christentum; der Satz regt seit alters her Astronomen zu Spekulationen an: Was mag dieser ,,Stern" gewesen sein? Welche Art von Omina und Zeichen kommt in Frage, um ,,Weise" auf den Weg nach Israel zu bringen? Wer waren überhaupt diese Weisen, also wie funktionierten Religion und Wissenschaft, Astrologie und Astronomie im so genannten Morgenlande? Wo ist das überhaupt und wo also waren damals die führenden Astrologen?
Anlässlich des alljährlichen Nachdenkens christlicher Astronomen über diese Geschichte unternimmt der Vortrag eine Reise in die alte babylonische Astronomie. So werden nicht nur mögliche Hintergründe für die Weihnachtsgeschichte diskutiert und mögliche Himmelserscheinungen in ihren alten, astrologischen Kontexten diskutiert, sondern auch die Wurzeln der modernen mathematischen Astronomie und ihre astrologischen Ursprünge vorgestellt.



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2013/14 FERNSICHT - Sterne zum Greifen nah

Wollten Sie schon immer einmal durch ein starkes Teleskop einen tiefen Blick in das Universum werfen? Wollen Sie Mondkrater, Planetendetails, farbenprächtige Doppelsterne, chaotische Sternengeburtsstätten und Millionen Lichtjahre entfernte Galaxien mit eigenen Augen sehen? Wollen Sie den echten Sternhimmel live und in Farbe erleben?
Dann kommen Sie zu ,,Fernsicht'', den öffentlichen Beobachtungsabenden auf der Hamburger Sternwarte. Je nach Verfügbarkeit und Objekten wird der Große Refraktor, der 1m-Spiegel, das Lippert-Teleskop oder das altehrwürdige Äquatorial eingesetzt.

Beobachtungsabende im Winterhalbjahr jeweils am 1. Mittwoch im Monat
19 Uhr: Führung durch die Sternwarte (auch bei schlechtem Wetter)
20 Uhr: Beobachtung an den Teleskopen (nur bei klarem Himmel)

Einteilung der Zuständigkeit

2. Januar 2013 Rüdiger HeinsLars HjettingMatthias Hünsch
6. Februar 2013 Matthias HünschWolf-Dietrich KollmannOliver Zwörner
6. März 2013 Rüdiger HeinsLars HjettingJan Soetebier

2. Oktober 2013 Matthias HünschWolf-Dietrich KollmannJan Soetebier-
6. November 2013 Rüdiger HeinsJan SoetebierReserve: Lars HjettingMatthias Hünsch
4. Dezember 2013 Lars HjettingJan SoetebierReserve: Rüdiger HeinsMatthias Hünsch

8. Januar 2014 Lars HjettingMatthias HünschReserve: Wolf-Dietrich KollmannJan Soetebier
5. Februar 2014 Wolf-Dietrich KollmannOliver ZwörnerReserve: Rüdiger HeinsLars Hjetting
5. März 2014 Rüdiger HeinsOliver ZwörnerReserve: Lars HjettingWolf-Dietrich Kollmann
2. April 2014Rüdiger HeinsMatthias HünschReserve: Wolf-Dietrich KollmannJan Soetebier


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Rückschau: Frühere Vorträge und Aktivitäten

2000 EXPO 2000-Vorträge, 2001, 2002, 2003, 2004, 2005,

2006, 2007, 2008 ICOMOS Symposium, 2009 Jahr der Astronomie, 2010,

2011, 2012 Jubiläumsjahr 2012
100 Jahre Hamburger Sternwarte in Bergedorf.


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Hinweis: Die historischen Gebäude der Sternwarte sind leider nicht behindertengerecht,
und eine behindertengerechte Toilette ist ebenfalls nicht vorhanden.


Die Sternwarte kann folgendermaßen erreicht werden: Lageplan



Flyer FHS

Ansprechpartnerin: Gudrun Wolfschmidt
Vorsitzende des Fördervereins Hamburger Sternwarte e.V.
Tel.: 42838-5262, Fax: 040-42838-9132

GNTZentrum für Geschichte der Naturwissenschaft und Technik,
Hamburger Sternwarte Universität Hamburg uhh_rot

Stand: 23. Oktober 2013.