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Förderverein Hamburger Sternwarte e.V. (FHS)

Termine - Events 2008

Hamburger Sternwarte in Bergedorf

Gojenbergsweg 112, D-21029 Hamburg,
1m-Gebäude - Vortragsraum im Keller (Lageplan)

Astronomiepark Hamburger Sternwarte

Internationales Jahr der Astronomie in Hamburg


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Vorträge - Beobachtung - Inhalt der Vorträge



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Mittwochs-Vorträge Sommer 2008
(20.00 Uhr)

400 Jahre Fernrohr - 175 Jahre Hamburger Sternwarte

Spende: 5 €

Inhaltsangabe der Vorträge

nach dem Vortrag:

Sternwarten-Führung und Beobachtung

PDF-Files, erstellt von Frau Anette Müller

Flyer Programm 2008


16. April 2008


21. Mai 2008


18. Juni 2008 - Sommerfest - 10 Jahre Förderverein Hamburger Sternwarte


16. Juli 2008


20. August 2008


17. September 2008


FERNSICHT - Sterne zum Greifen nah

Beobachtungsabende im Winterhalbjahr jeweils am 1. Mittwoch im Monat um 20 Uhr

Wollten Sie schon immer einmal durch ein starkes Teleskop einen tiefen Blick in das Universum werfen? Wollen Sie Mondkrater, Planetendetails, farbenprächtige Doppelsterne, chaotische Sternengeburtsstätten und Millionen Lichtjahre entfernte Galaxien mit eigenen Augen sehen? Wollen Sie den echten Sternhimmel live und in Farbe erleben?
Dann kommen Sie zu "Fernsicht", den öffentlichen Beobachtungsabenden auf der Hamburger Sternwarte. Je nach Verfügbarkeit und Objekten wird der Große Refraktor, der 1m-Spiegel, das Lippert-Teleskop oder das altehrwürdige Äquatorial eingesetzt.
Diese Veranstaltung findet immer statt. Bei schlechtem Wetter gibt es eine Führung durch die Sternwarte und einen kurzen Vortrag über den aktuellen Sternhimmel. Der Eintritt kostet 5 Euro.

Einteilung der Zuständigkeit

2. Januar 2008 Matthias HünschOliver Zwörner
6. Februar 2008 Wolf-Dietrich KollmannLars Hjetting
5. März 2008 Rüdiger HeinsMatthias Hünsch

1. Oktober 2008 Wolf-Dietrich KollmannRüdiger Heins?
5. November 2008 Matthias HünschOliver Zwörner
3. Dezember 2008 Matthias HünschWolf-Dietrich Kollmann


Frühere Vorträge und Aktivitäten:


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Sternwarten-Führung und Beobachtung

Verantwortliche und Mitwirkende vom Förderverein

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Inhaltsangabe der Vorträge

16. April 2008
Dr. Walter Puschert (FHS)
Astronomische Uhren

Links: St. Marien Stendal - Mitte: Rathaus Heilbronn - Rechts: Baldewein-Uhr Kassel
Schon bald nach der Erfindung der mechanischen Räderuhren (Ende 13. Jh.) traten Kirche (St. Marien Stendal, St. Marien Lübeck, Dom zu Münster) und Reichsstädte (Heilbronn, Ulm, Tübingen) in einen Wettstreit um die prächtigsten astronomischen Uhren.
Daneben wurden auch von weltlichen Herrschern Uhren in Auftrag gegeben, entwickelt und gefertigt (Philipp Matthäus Hahn, Eberhard Baldewein, Paulus Schuster), die meist in Kunstkabinetten Aufstellung fanden.
Immer wieder versuchten auch Privatpersonen (Hermann Goertz, Hans Lang, Hans Scheurenbrand) (Uhrenliebhaber mit profunden astronomischen Kenntnissen), selbst bis in die heutige Zeit, mit überwiegend mechanischen Lösungen astronomische Uhren zu bauen und sich selbst ein Denkmal zu setzen.
Die vielfältigen astronomischen Indikationen, die mechanischen Lösungsmöglichkeiten und die Ablesung des Ziffernblattes werden besprochen.
Nicht vergessen werden dürfen natürlich die Präzisions-Pendeluhren (Sigmund Riefler, Ludwig Strasser, Maximilian Schuler) in Sternwarten, die zur Zeitbewahrung und zum Zeitdienst bis in die dreißiger Jahre des 20. Jahrhunderts eingesetzt wurden.


21. Mai 2008
Oliver Zwörner (FHS)
Amateure in der Astronomie


Kaum eine andere Naturwissenschaft findet ähnlich großes Interesse bei Laien, wie die Astronomie. Wohl jeder, ob nur gelegentlich astronomische Themen verfolgend oder Liebhaber der Sternenkunde, interessiert sich für Fragen nach dem Ursprung des Universums oder der Natur von Schwarzen Löchern. Amateurastronomen möchten sich selbst ein Bild machen und den Sternenhimmel aus erster Hand erfahren.

Dieser Vortrag erklärt, wer Amateurastronomen sind und was sie machen, welche instrumentellen Möglichkeiten sie haben und was es für sie noch zu tun gibt. Bedeutende Amateurastronomen der Vergangenheit und ihre Leistungen werden vorgestellt.






18. Juni 2008
Prof. Dr. Gudrun Wolfschmidt (Schwerpunkt Geschichte der Naturwissenschaften, Universität Hamburg)
Wettstreit zwischen Linsen- und Spiegelteleskop:
Von Galileis Fernrohr bis zum Hubble Space Telescope

Links: Galileis Fernrohre, 1609
Rechts: Hubble Space Telescope (HST), 1990
Der holländische Brillenmacher Hans Lippershey (um 1570-1619) aus Middelburg meldete im Oktober 1608 ein Linsenfernrohr zum Patent in Den Haag an. Galileo Galilei und andere griffen diese neue Idee schnell auf. Johannes Kepler entwickelte die Theorie des Fernrohrs (Dioptrice, 1611). Neben den bis 45m langen Linsen-Fernrohren wurden schon im 17. Jahrhundert drei Arten von Spiegelteleskopen vorgeschlagen (Gregory, Cassegrain und Newton). Um 1800 entstanden immer größere Reflektoren mit riesigen Metallspiegeln (William Herschel 1,2m-Spiegel 1787, William Lassell 1,2m-Spiegel 1861 und Lord Rosse 1,8m-Spiegel 1845).
Ende des 18. Jahrhunderts gelang aber auch eine Verbesserung der Linsen-Fernrohre, die mit Joseph Fraunhofer (1787-1826) ihren Höhepunkt fand (Refraktor für Berlin und Tartu, Estland (24m) sowie für St. Petersburg (38cm)). Der größte je gebaute Refraktor (1m) für die University of Chicago, Illinois, steht im Yerkes-Observatory in Wisconsin (1897).
Justus von Liebig und Léon Foucault gelang die Versilberung von Glasspiegeln; damit hatten ab 1900 die Glas-Spiegelteleskope endgültig gesiegt. Als Beispiele seien genannt: 1m-Spiegel der Hamburger Sternwarte von Carl Zeiss Jena (1911), 2,5m-Hooker-Teleskop, Mt. Wilson, USA (1917), 5m-Hale-Teleskop, Mt. Palomar, USA (1948), 10m-Keck-Teleskop, Mauna Kea, Hawaii (1992) und vier 8m-Spiegel, Very Large Telescope (VLT), ESO, Chile (2000).


16. Juli 2008
Hartwig Lüthen
Astrofotografie mit Digitalkameras


Kaum jemand fotografiert heute noch auf Film. Fast jeder besitzt eine Digitalkamera, einen Digitalcamcorder, eine Webcam oder sogar eine Digital-Spiegelreflexkamera. Kann man mit diesen Geräten auch den Sternenhimmel im Bild festhalten? Der Vortrag gibt die Antwort.


20. August 2008
Dr. Jürgen W. Koch
Die Hamburger Sternwarte als Staatsinstitut ab 1833, ein mühsamer Weg dorthin

Links: Memorandum Repsolds an das Admiralitätskollegium vom 30. März 1811
mit der Begründung der Notwendigkeit einer Sternwarte in Hamburg
Rechts: Die von Johann Georg Repsold (1770-1830) 1825 gegründete Sternwarte am Millerntor
In vielen Städten, vor allem in Mittel- und Süddeutschland existierten um 1800 bereits zum Teil seit Jahrhunderten Sternwarten, an denen astronomische Forschungen betrieben wurden. Gegründet und finanziert wurden diese vor allem durch Fürstenhäuser. Hamburg war hier, wie andere Küstenstädte auch, nicht vertreten im Kreis derartiger wissenschaftlichen Einrichtungen, obwohl es gerade für die Schifffahrt großes Interesse gegeben hätte. Hier war es vor allem die exakte Bestimmung der geografischen Länge, deren Kenntnis für die Einstellung der Schiffsuhren von ausschlaggebender Bedeutung war. Aus verschiedenen Gründen zeigte sich der Hamburger Senat nicht geneigt, etwas derartiges einzurichten; sein Hauptaugenmerk lag auf kommerzieller Ebene. Außer wirtschaftlichen Gründen waren auch die politischen Bedingungen während der Napoleonischen Kriege mit ihren Kontinentalsperren ausschlaggebend für eine zunächst ablehnende Haltung des Senats. Erst ab 1833 gab es eine Sternwarte als Staatsinstitut, die überwiegend durch private Initiative entstanden war. Der Weg dahin war mühsam; sie wurde beharrlich gefördert von interessierten Privatpersonen, die die Wichtigkeit einer derartigen Einrichtung erkannten und realisieren wollten.
Der Vortrag stellt den Weg der Astronomie in Hamburg vom 17. Jahrhundert bis zur Gründung der Sternwarte und deren šbernahme als Staatsinstitut 1833 dar und zeigt die Bemühungen einiger Privatpersonen, die Astronomie in Hamburg voran zu bringen mit dem Ziel einer Sternwarte.



17. September 2008
PD Dr. Matthias Hünsch (FHS)
Die großen Refraktoren der Welt

Sie sind so etwas wie die ,,Dinosaurier'' der Teleskoptechnik - die großen Refraktoren der Welt. Etwa zwei dutzend von ihnen gibt es noch, einer von ihnen steht in der Hamburger Sternwarte in Bergedorf. Vor 100 Jahren waren sie das Vorzeigeinstrument jeder gut ausgerüsteten Sternwarte, galten sie doch als Inbegriff des leistungsstarken Fernrohrs. Aber sie haben auch technisch bedingte Nachteile, und das Spiegelteleskop hat sich im Laufe der Zeit als überlegen erwiesen. Dennoch haben sich einige Refraktoren bis in die heutige Zeit in Nischen der Forschung behaupten können. Die meisten von ihnen dienen heute aber der Öffentlichkeitsarbeit oder fristen einen Dornröschenschlaf.
Im Vortrag sollen die optischen Prinzipien und die historische Entwicklung der Refraktoren, die Schwierigkeiten ihrer Herstellung und ihre Bedeutung für die Wissenschaft beleuchtet werden. Ein Überblick über alle jemals gebauten und heute noch vorhandenen großen Refraktoren rundet den Vortrag ab.

Großer Refraktor der Hamburger Sternwarte
(Foto: Matthias Hünsch)



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Die Sternwarte kann folgendermaßen erreicht werden:
Lageplan


Gudrun Wolfschmidt an-email3. September 2008 go home IGN - Uni Hamburg

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