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Aktivität - was ist das ?
Unter dem Begriff Aktivität versteht man eine Vielfalt
von Phänomenen, die sich an oder über der Oberfläche
eines Sternes abspielen, und die nicht zu der idealisierten
Vorstellung eines "ruhigen" Sternes passen.
Aktivitätsphänomene bei kühlen Sternen sind nach
heutigem Erkenntnisstand bedingt durch starke und veränderliche
Magnetfelder. Beim Zerfall dieser Magnetfelder wird darin
eingeschlossenes Plasma aufgeheizt, wodurch hochgelegene
Schichten der Sternatmosphäre erheblich heisser werden als
die Photosphäre, aus der das sichtbare Licht des
Sternes stammt.
Für die Entstehung der o.g. Magnetfelder ist ein
Dynamoeffekt verantwortlich, der durch turbulente
Strömungen im Sterninneren und durch die Rotation
des Sternes getrieben wird. Da die Rotationsgeschwindigkeit eines
Sternes im Laufe der Zeit abnimmt, ist die Aktivität junger
Sterne i.A. grösser als diejenige alter Sterne.
Aktivitätsphänomene sind zum Beispiel:
- Sonnen- bzw. Sternflecken
(Austrittsstellen magnetischer Feldbögen)
- Koronale Röntgenemission
- Koronale Linienemission hochionisierter Elemente
(z.B. Fe XIII)
- Chromosphärische Linienemission neutraler oder niedrig
ionisierter Linien (z.B. Ca II H+K, Halpha, Fe I)
- Aktivitätszyklen wie der 11-jährige Sonnenfleckenzyklus
Zu den Arbeitsgebieten der Gruppe gehört sowohl das Studium
stellarer Aktivität und ihrer Ursachen (z.B. Nachweis koronaler
Linienemission in aktiven Sternen, Nachweis differentieller
Rotation in sonnenartigen Sternen), als auch die Nutzung stellarer
Aktivität zur Auffindung junger Sterne.
Ein wichtiges Projekt ist auch STELLA, ein automatisches Teleskop
zur Beobachtung und Überwachung von Aktivität auf
kühlen Sternen, das auf Teneriffa errichtet wird.
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