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   Hamburger Sternwarte - Aktivität der Sonne und der Sterne

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Aktivität - was ist das ?

Unter dem Begriff Aktivität versteht man eine Vielfalt von Phänomenen, die sich an oder über der Oberfläche eines Sternes abspielen, und die nicht zu der idealisierten Vorstellung eines "ruhigen" Sternes passen.

Aktivitätsphänomene bei kühlen Sternen sind nach heutigem Erkenntnisstand bedingt durch starke und veränderliche Magnetfelder. Beim Zerfall dieser Magnetfelder wird darin eingeschlossenes Plasma aufgeheizt, wodurch hochgelegene Schichten der Sternatmosphäre erheblich heisser werden als die Photosphäre, aus der das sichtbare Licht des Sternes stammt.

Für die Entstehung der o.g. Magnetfelder ist ein Dynamoeffekt verantwortlich, der durch turbulente Strömungen im Sterninneren und durch die Rotation des Sternes getrieben wird. Da die Rotationsgeschwindigkeit eines Sternes im Laufe der Zeit abnimmt, ist die Aktivität junger Sterne i.A. grösser als diejenige alter Sterne.

Aktivitätsphänomene sind zum Beispiel:

  • Sonnen- bzw. Sternflecken (Austrittsstellen magnetischer Feldbögen)
  • Koronale Röntgenemission
  • Koronale Linienemission hochionisierter Elemente (z.B. Fe XIII)
  • Chromosphärische Linienemission neutraler oder niedrig ionisierter Linien (z.B. Ca II H+K, Halpha, Fe I)
  • Aktivitätszyklen wie der 11-jährige Sonnenfleckenzyklus

Zu den Arbeitsgebieten der Gruppe gehört sowohl das Studium stellarer Aktivität und ihrer Ursachen (z.B. Nachweis koronaler Linienemission in aktiven Sternen, Nachweis differentieller Rotation in sonnenartigen Sternen), als auch die Nutzung stellarer Aktivität zur Auffindung junger Sterne.

Ein wichtiges Projekt ist auch STELLA, ein automatisches Teleskop zur Beobachtung und Überwachung von Aktivität auf kühlen Sternen, das auf Teneriffa errichtet wird.





Stand: Don, 20 Dez 2001 13:45:00