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Galaktische Ebene (KRT3) Status: Offline

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Datum: 20.09.2014, 19:57:34
In der Abbildung links ist ein sog. dynamisches Spektrum zu sehen. Aufgenommen ist die 21-cm-Linie an verschiedenen Positionen in der Milchstraße (galaktische Ebene). Die Farbinformation gibt die Intensität der Linie wieder. Auf der x-Achse ist die Zeitentwicklung dargestellt, während die y-Achse alle mit dem Radioteleskop aufgenommenen Wellenlängen zeigt. Die vertikale Position der Linie in der Abbildung, wird durch die Geschwindigkeit der Wasserstoffgasmassen relativ zu uns bestimmt (Dopplereffekt).

Radiobild der Sonne (KRT2.5) Status: Offline

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Hier sehen Sie das letzte mit dem Radioteleskop aufgenommene Bild der Sonne. Unter Auflösung ist beschrieben, wie so ein Bild erzeugt wird.

Datum: 09.06.2012, 20:23:12

Highlight unserer Aufnahmen

Am 28.09.2011 um 13:30 wurde mit dem Hamburger Radioteleskop ein sprunghafter Anstieg der Sonnenhelligkeit im Radiobereich beobachtet. Das Signal wurde kurzzeitig dreimal so groß. In der folgenden Abbildung ist dieses Ereignis dargestellt: Rechts ist das gemessene Radiosignal gegenüber der Zeit aufgetragen und links ist das Signal in allen aufgenommenen Kanälen zu dem durch den roten Balken markierten Zeitpunkt gezeigt.

Dieses Ereignis ist ein Energieausbruch, der in der Astrophysik als Flare (Sonneneruption) bezeichnet wird. Dieser Flare ist zeitgleich von dem NASA Satelliten SDO mit verschiedenen Farbfiltern aufgenommen worden. An dieser Stelle sind zwei dieser Videos gezeigt; diese und weitere Videos können hier heruntergeladen werden.
©helioviewer.org


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Auflösung

Das Radioteleskop ist vergleichbar mit einer Kamera, die nur einen Pixel besitzt, d.h. es wird nur ein Bildpunkt und kein vollständiges Bild erzeugt. Zudem besitzt dieser Bildpunkt einen Durchmesser von 5° am Himmel. Durch das Aufnehmen mehrerer Bildpunkte nacheinander kann ein Bild erzeugt werden. In der hier gezeigten Grafik ist dargestellt, wie das Radioteleskop ein 25-Pixel-Bild der Sonne aufnimmt. Die rote Linie gibt den Fahrtweg des Teleskops wieder. An jedem roten Punkt bleibt das Teleskop einige Zeit stehen und macht eine Aufnahme. Jeder gepunktete Kreis entspricht der Größe eines Bildpunkts. Der gelbe Kreis in der Mitte stellt die Sonne im richtigen Maßstab dar. Aus diesen 25 Aufnahmen, wird dann das Radiobild der Sonne errechnet, das oben zu sehen ist.

Durchlässigkeit der Erdatmosphäre

©Wikipedia

Die Atmosphäre der Erde besitzt für Licht (elektromagnetische Strahlung) verschiedener Farben eine unterschiedlich gute Durchlässigkeit. Jeder Farbe kann dabei eine Wellenlänge zugeordnet werden. Wie in der Abbildung zu sehen ist, ist in vielen Wellenlängenbereichen keine Beobachtung von der Erde aus möglich, da die Atmosphäre dort vollkommen undurchlässig ist. Die meiste Radiostrahlung kann die Atmosphäre ungehindert durchdringen, so dass erdgebundene Radioastronomie möglich ist. Das KRT beobachtet bei einer Wellenlänge von 21 cm. Diese Wellenlänge ist für Radioastronomen sehr interessant, da sie durch neutralen Wasserstoff erzeugt wird. Mit ihrer Hilfe kann man die Verteilung dieses im Universum am häufigsten auftretenden Elements messen.